Micro­soft: Patch-Day Sep­tem­ber 2017 behebt über 80 Feh­ler in Windows

Windows

Bei Micro­soft ist wie­der Patch-Day und so behebt die aktu­el­le Wel­le über 80 Feh­lern in Micro­soft-Pro­duk­ten, dar­un­ter meh­re­re kri­ti­sche Feh­ler. Zwei Feh­lern sind beson­ders gravierend.

Das monat­li­che Patch-Day sei­tens Micro­soft wur­de nun soeben frei­ge­ge­ben und wird für alle über das Win­dows Update in den Ein­stel­lun­gen aus­ge­rollt. Mit den neu­en Updates wer­den über 80 Feh­ler in Micro­soft-Pro­duk­te beho­ben, wel­che teil­wei­se davon beson­ders gra­vie­rend sind.

Beson­ders gra­vie­rend sind zwei Bugs, die sich im .NET-Frame­work befin­den, sowie in einem Blue­tooth-Trei­ber. Eines davon ist der soge­nann­ter „Staats-Tro­ja­ner” der beho­ben wird, wo das Unter­neh­men Fin­Fi­sher sie ver­wen­de­te und die­se in sei­ner Über­wa­chungs­soft­ware namens FinS­py an Behör­den ver­kauft hat­te – auch an das Bundeskriminalamt.

Der Staats-Tro­ja­ner wur­de bereits 2014 gehackt, wovon aber eini­ge bis­her noch nicht ent­deck­ten Zero-Days des akti­ven Spy­wa­re-Her­stel­ler im Umlauf waren. Vor nicht all­zu lan­ger Zeit warn­te das Secu­ri­ty-Unter­neh­men FireEye vor einer wei­te­ren Lücke, die den Staats-Tro­ja­ner ausnutzen.

Der wei­te­re gra­vie­ren­de Feh­ler, der mit der Aktua­li­sie­rungs-Wel­le beho­ben wird, betrifft den Blue­tooth-Trei­ber von Win­dows. Das Unter­neh­men Armis ent­deck­te die­sen Feh­ler und ist mitt­ler­wei­le auch als „Blue­Born” bekannt. Durch Man-in-the-Midd­le-Atta­cken kön­nen nicht nur Über­tra­gun­gen wie einer Tas­ta­tur oder eines Head­sets via Blue­tooths auf­ge­zeich­net wer­den, son­dern auch das in der Nähe befind­li­che Gerät mit Mal­wa­re infizieren.

Eben­so wur­den wei­te­re Feh­ler im Edge-Brow­ser, beim Exchan­ge Ser­ver, dem Flash-Play­er, im Inter­net Explo­rer, in Micro­soft Office und bei Sky­pe beho­ben. Die Updates ste­hen bereits schon zum Down­load über Win­dows Updates zur Ver­fü­gung für Win­dows 7, Win­dows 8.1, Win­dows 10, sowie Win­dows Ser­ver 2008, Win­dows Ser­ver 2012 und Win­dows Ser­ver 2016.

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