Bun­des­po­li­zei: Clan-Chef Ibra­him Miri in den Liba­non abgeschoben

Flugzeug - Landebahn - Flughafen - Wiese - Baustelle - Kran - Häuser Foto: Sicht auf ein Flugzeug, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der liba­ne­si­sche Clan-Chef Ibra­him Miri ist offen­bar wie­der im Liba­non. Laut eines Berichts der „Bild am Sonn­tag” wur­de er am Sams­tag per Lear-Jet zum zwei­ten Mal in die­sem Jahr abgeschoben. 

Das Bre­mer Ver­wal­tungs­ge­richt hat­te zuvor sei­nen Eil­an­trag gegen die Maß­nah­me unwi­der­ruf­lich abgelehnt.

Laut „Bild” lan­de­te die Maschi­ne mit Beam­ten der Bun­des­po­li­zei an Bord gegen 10 Uhr auf dem Air­port in Bei­rut – Miri wur­de dort an die Behör­den über­ge­ben. „Ich möch­te allen Betei­lig­ten dan­ken, dass die Abschie­bung im Fall Miri so schnell mög­lich war”, sag­te Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer (CSU) der „Bild am Sonn­tag”. Sein Dank gel­te beson­ders Bre­mens Innen­se­na­tor Ulrich Meu­rer (SPD) für die „sehr gute Zusam­men­ar­beit”. Der Fall habe gezeigt, was bei einer guten Zusam­men­ar­beit von Bund und Län­dern im Rück­füh­rungs­ge­sche­hen mög­lich sei. „Die­se Anstren­gun­gen müs­sen wir zusam­men mit den Län­dern auch in vie­len ande­ren Fäl­len unter­neh­men. Auf die Unter­stüt­zung des Bun­des kön­nen sich die Län­der ver­las­sen”, so Seehofer.

„Zudem müs­sen wir die Rechts­la­ge jetzt so anpas­sen, dass uner­laub­te Ein­rei­sen trotz bestehen­der Wie­der­ein­rei­se­sper­re künf­tig zu Haft füh­ren, sodass wir aus der Haft kon­se­quent und schnell abschie­ben kön­nen.” Hier­zu ste­he er mit der Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­rin im Kon­takt und wer­de jetzt „zügig” Vor­schlä­ge vor­le­gen. Miri war zum ers­ten Mal im Juli 2019 abge­scho­ben wor­den. Er war im Okto­ber wie­der ille­gal nach Deutsch­land ein­ge­reist und hat­te in Bre­men einen Asyl­an­trag gestellt. Seit­dem saß er in Abschiebehaft.