Ber­lin: Flücht­lings­kos­ten lagen 2019 laut Bund auf Rekordniveau

Flüchtlinge - Migranten - Migration - Personen - Kinder - Bäume - Büsche - Gebäude - WegFoto: Flüchtlinge mit Kindern, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die flücht­lings­be­zo­ge­nen Aus­ga­ben im Bun­des­haus­halt haben im ver­gan­ge­nen Jahr 2019 auf Rekord­ni­veau gelegen.

Ins­ge­samt gab der Bund im Vor­jahr 23,1 Mil­li­ar­den Euro aus, um Migran­ten zu ver­sor­gen und Flucht­ur­sa­chen zu bekämp­fen, so der Bericht der Bun­des­re­gie­rung über die „Maß­nah­men des Bun­des zur Unter­stüt­zung von Län­dern und Kom­mu­nen im Bereich der Flücht­lings- und Inte­gra­ti­ons­kos­ten” her­vor, der am Mitt­woch vom Bun­des­ka­bi­nett beschlos­sen wer­den soll und über den das „Han­dels­blatt” (Diens­tag­aus­ga­be) vor­ab berich­tet. Ins­ge­samt lagen die Flücht­lings­aus­ga­ben mar­gi­nal über Vor­jah­res­ni­veau, als der Bund 23,0 Mil­li­ar­den Euro auf­wen­de­te. 2017 hat­te die Bun­des­re­gie­rung mit 21 Mil­li­ar­den Euro etwas weni­ger ausgegeben.

Ins­ge­samt belau­fen sich die Flücht­lings­kos­ten des Bun­des seit 2016 auf 87,3 Mil­li­ar­den Euro. Von den rund 23 Mil­li­ar­den Euro in 2019 ent­fie­len 8,2 Mil­li­ar­den Euro auf die Bekämp­fung von Flucht­ur­sa­chen, 4,9 Mil­li­ar­den Euro auf Sozi­al-Trans­fer­leis­tun­gen, 2,8 Mil­li­ar­den Euro auf Inte­gra­ti­ons­leis­tun­gen und 0,8 Mil­li­ar­den Euro auf die Auf­nah­me und Unter­brin­gung im Asyl­ver­fah­ren. Mit 6,3 Mil­li­ar­den Euro unter­stütz­te die Bun­des­re­gie­rung Län­der und Kommunen.

Aus dem Bericht gehen auch Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten zwi­schen Bund und Län­dern über die Auf­tei­lung der Flücht­lings­kos­ten her­vor, berich­tet die Zei­tung. „Eini­ge Län­der wei­sen auf die aus ihrer Sicht unzu­rei­chen­de Betei­li­gung des Bun­des an den flücht­lings- und inte­gra­ti­ons­be­zo­ge­nen Aus­ga­ben der Län­der hin und erhe­ben zum Teil wei­ter­ge­hen­de For­de­run­gen an den Bund”, heißt es in dem Bericht. Der Bund weist die­se Kri­tik zurück. Die von eini­gen Län­dern genann­ten Bun­des­be­tei­li­gungs­quo­ten von teil­wei­se ledig­lich knapp über 20 Pro­zent „sind nicht nachvollziehbar”.

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