Ber­lin: Stadt mel­det Über­las­tung durch zu vie­le Flüchtlinge

Hauptbahnhof - Deutsche Bahn - Halle - Helfer - Flüchtlinge - Ukraine - Februar 2022 - Berlin Foto: Helfer für Flüchtlinge aus der Ukraine am 02.03.2022 (Berlin), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Ber­lins Regie­ren­de Bür­ger­meis­te­rin Fran­zis­ka Gif­fey klagt über eine Über­for­de­rung der Stadt durch die hohe Zahl von Flüchtlingen.

„Gera­de wir Stadt­staa­ten und beson­ders Ber­lin als Haupt­an­zie­hungs­punkt haben unse­re Kapa­zi­tä­ten aber mitt­ler­wei­le nahe­zu aus­ge­schöpft”, sag­te Gif­fey der „Bild am Sonn­tag”. So sei­en 340.000 Ukrai­ner in Ber­lin erst­ver­sorgt wor­den, 100.000 haben ihren Wohn­sitz inzwi­schen in der Haupt­stadt. „Wir brau­chen drin­gend wei­te­re Immo­bi­li­en des Bun­des, um Men­schen gut unter­zu­brin­gen, finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für die immensen Kos­ten und eine gerech­te Ver­tei­lung im Bun­des­ge­biet”, so Gif­fey weiter.

Es brau­che „end­lich nicht nur Beschlüs­se, son­dern kon­kre­te Maß­nah­men”, for­dert auch Gerd Lands­berg, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Deut­schen Städ­te- und Gemein­de­bunds. „Die Unter­brin­gungs­mög­lich­kei­ten sind begrenzt”, warn­te Lands­berg eben­falls in der „Bild am Sonn­tag”. „Es wer­den bereits jetzt Hotel­zim­mer ange­mie­tet und Sam­mel­un­ter­künf­te, zum Bei­spiel in Turn­hal­len, vorbereitet”.

Auch Sach­sens Minis­ter­prä­si­dent Micha­el Kret­schmer for­der­te in der­sel­ben Zei­tung: „Die Bun­des­re­gie­rung muss end­lich bei der Finan­zie­rung der Unter­brin­gung unter­stüt­zen. Die Kom­mu­nen sind am Anschlag, ohne die zuge­sag­te Unter­stüt­zung sind sie bald nicht mehr handlungsfähig”.

Die Bun­des­po­li­zei stellt laut Infor­ma­tio­nen der Zei­tung der­zeit täg­lich rund 400 uner­laub­te Ein­rei­sen an allen deut­schen Gren­zen fest mit Schwer­punkt an der deutsch-tsche­chi­schen und deutsch-öster­rei­chi­schen Landgrenze.