Bun­des­netz­agen­tur: Koh­le­kraft­wer­ke sol­len im Not­fall zurück ans Netz

Umspannwerk - Strom - Zaun - Wiese - GrasFoto: Sicht auf ein Umspannwerk, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Im Fall eines rus­si­schen Gas­lie­fer­stopps sol­len auch Gas­kraft­wer­ke abge­schal­tet wer­den, sofern sie nicht der Netz­sta­bi­li­tät dienen.

Das sag­te der Prä­si­dent der Bun­des­netz­agen­tur, Klaus Mül­ler, der FAZ (Mitt­wochs­aus­ga­be). Er erwar­tet dazu noch im Mai einen Refe­ren­ten­ent­wurf des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums. „Ich erwar­te, dass die Kraft­werks­be­trei­ber eine Rei­he von Koh­le­kraft­wer­ken wie­der ein­set­zen kön­nen und soll­ten, um damit Strom zu erzeu­gen statt aus Gas”, so der Behör­den­chef. „Das schmerzt den Kli­ma­schüt­zer in mir, denn die Treib­haus­gas­bi­lanz ver­schlech­tert sich”.

Er ver­wies dar­auf, dass eine zugrun­de lie­gen­de EU-Ver­ord­nung die Mit­glieds­län­der dazu ver­pflich­te, sich gegen­sei­tig zu hel­fen. „Zum Bei­spiel müss­ten wir mit Öster­reich soli­da­risch sein und umge­kehrt”, so Mül­ler. Man kön­ne auch auf hol­län­di­sches oder bel­gi­sches Gas ange­wie­sen sein, weil die mit ihren LNG-Ter­mi­nals bes­ser aus­ge­stat­tet seien.

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