Coro­na­vi­rus: Deut­sche Haus­ärz­te wol­len unbe­dingt mitimpfen

Impfstoff - Coronavirus - Softbox - LKW - Lieferung - Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen - Dezember 2020 - DüsseldorfFoto: Erster Impfstoff für NRW an der Staatskanzlei (Düsseldorf), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die deut­schen Haus­ärz­te spre­chen sich für eine zeit­na­he Ein­bin­dung in die Impf­kam­pa­gne gegen das Coro­na­vi­rus aus.

Sie wol­len aber beim Moni­to­ring nur bedingt mit­ma­chen. „Wo es mög­lich ist, Men­schen nicht über wei­te Stre­cken bis zum Impf­zen­trum zu trans­por­tie­ren, soll­te man auch Wege fin­den, Imp­fun­gen in den Pra­xen durch­zu­füh­ren”, sag­te Ulrich Wei­geldt, Bun­des­vor­sit­zen­de des Deut­schen Haus­ärz­te­ver­ban­des der „Welt” (Sams­tag­aus­ga­be).

Seit die­ser Woche erprobt der Land­kreis Nord­west­meck­len­burg (Meck­len­burg-Vor­pom­mern) im Rah­men eines Pilot­pro­jek­tes die Ver­imp­fung in acht Haus­arzt­pra­xen, die über den Land­kreis ver­teilt sind. Zusätz­lich zum Impf­zen­trum in Wis­mar ist laut Land­rats­amt jetzt rund alle zehn Kilo­me­ter die Mög­lich­keit zum Imp­fen gegeben.

Die Impf­stra­te­gie der Bun­des­re­gie­rung sieht eine Ver­ab­rei­chung aller­dings nur im Rah­men der Impf­zen­tren und gege­be­nen­falls in mobi­len Teams vor. „Die Impf­zen­tren sind vor allem des­halb ein­ge­rich­tet wor­den, um die Küh­lung des Impf­stoffs zu gewähr­leis­ten. Das hat sich etwas ent­spannt, weil wir fest­stel­len kön­nen, dass der Impf­stoff auch ohne extre­me Küh­lung für ein paar Stun­den halt­bar ist und daher auch in Pra­xen ver­impft wer­den kann”, sag­te Weigelt.

Aller­dings wür­de sich der Haus­ärz­te­ver­band eine ver­rin­ger­te Doku­men­ta­ti­ons­pflicht bei den Imp­fun­gen für sei­ne Mit­glie­der wün­schen. „Die Pati­en­ten­da­ten und die Impf­char­ge wer­den in der Pra­xis und im Impf­aus­weis doku­men­tiert”, sag­te Wei­gelt. Für das Moni­to­ring der Impf­kam­pa­gne soll­ten Haus­ärz­te daher nur die Anzahl und das Alter der Geimpf­ten über­mit­teln müs­sen. Der Deut­sche Haus­ärz­te­ver­band hat nach eige­nen Anga­ben mehr als 30.000 Mit­glie­der und ist damit der größ­te Berufs­ver­band nie­der­ge­las­se­ner Ärz­te in Deutschland.

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