Coro­na­vi­rus: Erst­mals mehr Inten­siv­pa­ti­en­ten als im Frühjahr

Krankenhaus - Patientenbett - Krankenbett - Patient - Person - Tropf - Zimmer - KissenFoto: Sicht auf eine Patientin im Krankenhaus, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Zahl der gemel­de­ten Coro­na-Inten­siv­pa­ti­en­ten hat in der Nacht zu Mon­tag erst­mals den Höchst­wert aus dem Früh­jahr übertroffen.

Nach Anga­ben der Deut­schen Inter­dis­zi­pli­nä­ren Ver­ei­ni­gung für Inten­siv- und Not­fall­me­di­zin lagen am frü­hen Mor­gen um 01:00 Uhr 2.934 Men­schen mit einer Coro­na-Infek­ti­on auf einer Inten­siv­sta­ti­on, davon wur­den 55 Pro­zent inva­siv beatmet. Im Früh­jahr war der Höchst­wert am 19. April mit 2.933 Covid-19-Inten­siv­pa­ti­en­ten kurz nach Inkraft­tre­ten der Mel­de­pflicht regis­triert wor­den, seit­dem ging es bis zum 06. Sep­tem­ber 2020 und einem Tief­stand von 217 kon­ti­nu­ier­lich bergab.

Erst vor weni­gen Tagen war noch gemel­det wor­den, dass sich die Zahl der Inten­siv­pa­ti­en­ten alle zehn Tage ver­dop­pelt. Seit Don­ners­tag hat sich die Stei­ge­rungs­ra­te aber abrupt hal­biert, aktu­ell beträgt die sta­tis­tisch zu erwar­ten­de Ver­dop­pe­lungs­zeit damit etwa 20 bis 25 Tage. Nach offi­zi­el­len Anga­ben sind der­zeit rund 20.000 Inten­siv­bet­ten frei oder inner­halb einer Woche auf­stell­bar, was bedeu­ten wür­de, dass das Sys­tem bei gleich­blei­ben­den Stei­ge­rungs­ra­ten in etwa zwei Mona­ten an die Kapa­zi­täts­gren­ze gelangt.

Einer­seits fehlt aber Per­so­nal, um den Stan­dard für so vie­le Inten­siv­pa­ti­en­ten über­haupt auf­recht zu erhal­ten, ande­rer­seits hat sich auch das Wachs­tum bei den Neu­in­fek­tio­nen in den letz­ten Tagen spür­bar ver­lang­samt. Das macht sich übli­cher­wei­se ver­zö­gert auch in den Kran­ken­häu­sern bemerkbar

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