DRK: Bes­se­re Prä­ven­ti­on gegen Kata­stro­phen gefordert

Rettungswagen - Rettungsdienst - Notdienst - WagenFoto: Rettungswagen der Feuerwehr, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Das Deut­sche Rote Kreuz for­dert nach den jüngs­ten schwe­ren Unwet­tern eine bes­se­re Katastrophen-Prävention.

„Wir sind bestürzt über die vie­len Opfer der Unwet­ter­ka­ta­stro­phe, jetzt kommt es dar­auf an, dass rasch Hil­fe geleis­tet wird”, sag­te DRK-Prä­si­den­tin Ger­da Has­sel­feldt der „Rhei­ni­schen Post” (Frei­tags­aus­ga­be). Das DRK sei mit Hun­der­ten von Hel­fern vor Ort im Ein­satz. „Wir wer­den alles tun, um die betrof­fe­nen Men­schen zu unter­stüt­zen und zu ver­sor­gen”, so die DRK-Präsidentin.

Sie ver­wies auf die erwar­te­te Zunah­me der­ar­ti­ger Wet­ter­ereig­nis­se auch in Zukunft. „Wir müs­sen uns in ganz Deutsch­land künf­tig bes­ser auf sol­che Kata­stro­phen vor­be­rei­ten. Denn Wet­ter­ex­tre­me, wie wir sie jetzt im Wes­ten und im Süden Deutsch­lands erle­ben, wer­den in den nächs­ten Jah­ren zuneh­men”. Kon­kret for­der­te Has­sel­feldt die Bereit­hal­tung von aus­rei­chend Not­un­ter­künf­ten, Zel­ten, Decken, Feld­bet­ten, Trink­was­ser, sani­tä­ren Anla­gen und Essen für sol­che Fäl­le sowie die Gewähr­leis­tung von gesund­heit­li­cher Ver­sor­gung. „Wir brau­chen des­halb für gro­ße Kri­sen­fäl­le eine Bun­des­vor­hal­tung, wie wir sie ähn­lich bereits in den Zei­ten des Kal­ten Krie­ges bis in die 90er-Jah­re hin­ein hat­ten”. Das DRK habe des­halb mit ande­ren aner­kann­ten Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen schon vor Län­ge­rem bun­des­weit zehn Reser­ve­la­ger für die Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung vor­ge­schla­gen, so Hasselfeldt.

Der Bund habe mit der Finan­zie­rung von zwei die­ser Ver­sor­gungs­zen­tren bereits „einen Anfang” gemacht. „Jetzt soll­te rasch das kom­plet­te Kon­zept mit zehn Logis­tik­zen­tren umge­setzt wer­den. Dabei geht es nicht nur um einen bes­se­ren Bevöl­ke­rungs­schutz bei Unwet­ter-Kata­stro­phen, son­dern auch bei Erd­be­ben, Wald­brän­den, Cyber­an­grif­fen auf die Trink­was­ser- oder Strom­ver­sor­gung oder bei Pan­de­mien wie Covid-19”, so Has­sel­feldt weiter.

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