EKD: Hein­rich Bed­ford-Strohm ruft zum Kli­ma­pro­test auf

Fridays for Future - Die Uhr Tickt - Demonstration - Protest - Menschen - Personen - Plakate - Demonstranten - KlimaschutzFoto: Ein Fridays for Future Protest, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Rats­vor­sit­zen­de der Evan­ge­li­schen Kir­che in Deutsch­land, Hein­rich Bed­ford-Strohm, hat dazu auf­ge­ru­fen, sich am Kli­ma-Akti­ons­tag am Frei­tag zu beteiligen.

„Als Bischof tre­te ich dafür ein, dass Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft end­lich die not­wen­di­gen Maß­nah­men ergrei­fen, dass der Kli­ma­wan­del auf ein ver­ant­wort­ba­res Maß begrenzt bleibt, so wie es im Pari­ser Abkom­men ver­ein­bart wor­den ist”, sag­te Bed­ford-Strohm am Don­ners­tag­nach­mit­tag. Er unter­stüt­ze den Kli­ma­pro­test­tag am 25. Sep­tem­ber 2020 aus drei Grün­den: „Der ers­te Grund ist, dass ich als Christ dar­an glau­be, dass Gott die­se Welt geschaf­fen hat – uns als Men­schen, aber auch die außer­mensch­li­che Natur. Wir dür­fen unse­re wun­der­ba­re Natur nicht zerstören.”

Der zwei­te Grund sei, dass er wol­le, „dass auch mein Enkel und die vie­len ande­ren Enke­lin­nen und Enkel von ande­ren Men­schen, die heu­te leben, noch eine lebens­wer­te Umwelt haben”.

Der drit­te Grund sei das Ein­tre­ten für Gerech­tig­keit. In vie­len Part­ner­kir­chen hät­ten die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels längst bedroh­li­che Aus­ma­ße. „Die Men­schen dort bekom­men kei­ne Nah­rungs­mit­tel mehr auf ihren Fel­dern, weil die Wet­ter­ex­tre­mi­tä­ten so groß gewor­den sind”.

Die­je­ni­gen, die am wenigs­ten zur Erd­er­wär­mung bei­getra­gen hät­ten, sei­en ihre ers­ten Opfer. So betra­ge der Pro-Kopf-CO2-Aus­stoß in Tan­sa­nia pro Jahr 0,2 Ton­nen, in Deutsch­land neun bis zehn Ton­nen. „Ich wün­sche mir, dass der Kli­ma­pro­test­tag dazu bei­tra­gen kann, dass die­se Unge­rech­tig­keit ein Ende hat.” Bun­des­weit betei­li­gen sich Kir­chen­ge­mein­den und kirch­li­che Initia­ti­ven am Kli­ma­pro­test in zahl­rei­chen Städ­ten mit Aktio­nen, Andach­ten, Gebe­ten, dem Läu­ten von Kir­chen­glo­cken oder der Teil­nah­me an den Demonstrationen.

Zu Pro­tes­ten auf­ge­ru­fen hat auch das Bünd­nis „Church­es for Future”, das sich soli­da­risch mit den Anlie­gen der „Fri­days for Future”-Bewegung zeigt: Gemein­sam mit Kin­dern und Jugend­li­chen rufen Kir­chen und kirch­li­che Ein­rich­tun­gen als Teil eines brei­ten Bünd­nis­ses von gesell­schaft­li­chen Grup­pen und Umwelt­in­itia­ti­ven am 25. Sep­tem­ber 2020 zum glo­ba­len Akti­ons­tag auf. Mit einem Foto ihrer Turm­uh­ren, die auf „5 vor 12” ste­hen, for­dern Kir­chen welt­weit mehr Kli­ma­ge­rech­tig­keit und ein sofor­ti­ges Umden­ken und Handeln.

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