EMA: Bio­n­tech nun auch für Kin­der ab fünf Jah­ren empfohlen

Impfpass - Impfausweis - Impfung - COVID-19 - Vaccine Moderna - Lot 3002183Foto: Impfausweis mit Moderna-Aufkleber, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Euro­päi­sche Arz­nei­mit­tel-Agen­tur emp­fiehlt den Coro­na-Impf­stoff von Bio­n­tech nun auch für Kin­der im Alter von fünf bis elf Jahren.

Das teil­te die Behör­de am Don­ners­tag mit. Bei Kin­dern in der Alters­grup­pe soll die Dosis dem­nach nied­ri­ger sein als bei Per­so­nen ab zwölf Jah­ren (10 Mikro­gramm im Ver­gleich zu 30 Mikro­gramm). Wie in der älte­ren Alters­grup­pe wird der Wirk­stoff als zwei Injek­tio­nen in die Ober­arm­mus­ku­la­tur im Abstand von drei Wochen ver­ab­reicht. Eine Stu­die mit Kin­dern im Alter von fünf bis elf Jah­ren habe gezeigt, dass die Immun­ant­wort auf den Bio­n­tech-Impf­stoff in der nied­ri­ge­ren Dosis ver­gleich­bar war mit der bei der höhe­ren Dosis bei 16- bis 25-Jäh­ri­gen, so die EMA.

Die häu­figs­ten Neben­wir­kun­gen ähnel­ten dabei denen bei Per­so­nen ab zwölf Jah­ren. Dazu gehör­ten Schmer­zen an der Injek­ti­ons­stel­le, Müdig­keit, Kopf­schmer­zen sowie Rötun­gen und Schwel­lun­gen an der Ein­stich­stel­le – eben­so Mus­kel­schmer­zen und Schüt­tel­frost. Die­se Wir­kun­gen sei­en in der Regel leicht bis mit­tel­schwer und bes­ser­ten sich inner­halb weni­ger Tage nach der Imp­fung. Der Aus­schuss für Human­arz­nei­mit­tel (CHMP) der EMA sei daher zu dem Schluss gelangt, dass der Nut­zen der Imp­fung die Risi­ken auch bei der jün­ge­ren Alters­grup­pe über­wie­ge, so die Behörde.

Die EU-Kom­mis­si­on muss nach der EMA-Emp­feh­lung die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung tref­fen, was aber nur als Form­sa­che gilt. Wann der Impf­stoff in Deutsch­land bei Kin­dern ab fünf Jah­ren zur Anwen­dung kommt, ist noch unklar. Die Stän­di­ge Impf­kom­mis­si­on (Sti­ko) berei­tet nach eige­nen Anga­ben aktu­ell eine Emp­feh­lung pünkt­lich zum Start der ers­ten Impf­stoff­lie­fe­rung vor. Sie soll dem­nach bis Ende Dezem­ber fer­tig­ge­stellt werden.

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