Ener­gie­steu­er: Sen­kung kos­tet Bund 3,15 Mil­li­ar­den Euro

Zapfsäule - Benzin - Tankstelle - Tanken - AutoFoto: Sicht auf eine Zapfsäule, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die von der Ampel­ko­ali­ti­on beschlos­se­ne befris­te­te Sen­kung der Ener­gie­steu­er auf Kraft­stof­fe wird den Bund rund 3,15 Mil­li­ar­den Euro kosten.

Das geht aus einem Ent­wurf zur Ände­rung des Ener­gie­steu­er­ge­set­zes aus dem Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um her­vor, über den die „Rhei­ni­sche Post” (Mitt­wochs­aus­ga­be) berich­tet. „Die tem­po­rä­re Sen­kung der Steu­er­sät­ze für die Kraft­stof­fe Die­sel, Ben­zin, Erd­gas und Flüs­sig­gas und deren steu­er­lich gleich­ge­stell­te Äqui­va­len­te hat Steu­er­min­der­ein­nah­men für den Bun­des­haus­halt in Höhe von 3,15 Mil­li­ar­den Euro zur Fol­ge”, heißt es in dem Ent­wurf. „Wei­te­re Steu­er­min­der­ein­nah­men kön­nen sich durch Effek­te der Bevor­ra­tung zum Aus­lau­fen der redu­zier­ten Steu­er­sät­ze ergeben”.

Die monat­li­chen Steu­er­min­der­ein­nah­men bezif­fert das Minis­te­ri­um mit 1,053 Mil­li­ar­den Euro. Eine Gegen­fi­nan­zie­rung sei nicht vor­ge­se­hen, so der Ent­wurf. Die Ener­gie­steu­er auf Kraft­stof­fe soll dem­nach vom 01. Juni 2022 an für drei Mona­te auf das nach den EU-Regeln zuläs­si­ge Min­dest­maß gesenkt wer­den. Dadurch könn­te Ben­zin vor­über­ge­hend um rund 30 Cent und Die­sel um etwa 14 Cent pro Liter güns­ti­ger wer­den. Das Minis­te­ri­um erwar­tet dem Ent­wurf zufol­ge, dass die Prei­se an den Zapf­säu­len nicht sofort ab dem 01. Juni 2022 sin­ken wer­den, son­dern erst mit einer Ver­zö­ge­rung von eini­gen Tagen. Dafür dürf­te der Effekt der Steu­er­sen­kung auch über den 30. August 2022 hin­aus noch für eine kur­ze Zeit anhal­ten. Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um will die Ände­run­gen den Koali­ti­ons­frak­tio­nen als For­mu­lie­rungs­hil­fe vor­le­gen, um den Gesetz­ge­bungs­pro­zess zu beschleunigen.

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