Essen: Wilde Prügelei mit Kampfeinlagen am Essener Hauptbahnhof

Essen Hauptbahnhof - SüdseiteFoto: Essen Hauptbahnhof (Südseite)

Am Essener Hauptbahnhof gab es am Sonntagvormittag eine wilde Prügelei mit Kampfeinlagen. Durch Videoaufnahmen konnte die Bundespolizei konnte die Auseinandersetzung aufgeklärt werden.

Zu einer wilden Prügelei mit Kampfsporteinlagen und Tritten zum Kopf kam es Sonntagmittag (23. September 2018) auf einem Bahnsteig im Essener Hauptbahnhof. Dabei konnten die späteren Ermittlungen der Bundespolizei durch die neue Videotechnik im Hauptbahnhof unterstützt werden. Wie weitere Ermittlungen ergaben, soll sich der Tatverdächtige heute (24. September) mit einem Flugticket bei der Ausländerbehörde melden, um nachzuweisen, dass er die Bundesrepublik verlässt.


Gegen 14:00 Uhr wurden Bundespolizisten zum Bahnsteig (Gleis 4/6) im Essener Hauptbahnhof gerufen, weil sich dort zwei Männer prügeln sollten. Vor Ort konnten die Einsatzkräfte dank zahlreicher Zeugenhinweise die beiden Kontrahenten feststellen.

Bei diesen handelte es sich um einen 20-Jährigen marokkanischen Staatsangehörigen aus Bochum und seinen 22-jährigen Widersacher aus Ratingen. Wie Zeugenaussagen und die Aufzeichnungen der neuen Videotechnik belegten, kam es zuerst zur verbalen Auseinandersetzung. Daraufhin folgte die Körperverletzung in dessen Verlauf der 20-Jährige seinen Kontrahenten angriff und teilweise mit „Kampfsporteinlagen“ auf diesen losging und diesen auch gegen den Kopf trat. Der Ratinger wehrte sich und versuchte sich gegen den Marokkaner zu verteidigen.


Bundespolizisten brachten beide Personen zur Wache. Dort konnte ermittelt werden, dass sich der 20-Jährige, heute 24. September, mit einem Flugticket bei der zuständigen Ausländerbehörde melden soll, da er vollziehbar ausreisepflichtig ist. Sein Asylverfahren wurde abgelehnt.

Die Bundespolizei leitete gegen den 20-Jährigen ein Strafverfahren wegen Beleidigung, Bedrohung und gefährlicher Körperverletzung ein.


Zur Durchführung eines beschleunigten Verfahrens wurde er vorerst in Gewahrsam genommen. Nach Rücksprache mit der Justiz wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt, da die Voraussetzung des Verfahrens nicht vorlagen.