Hal­le: Urteil gegen Atten­tä­ter Ste­phan Bal­liet rechtskräftig

Polizeieinsatz - Polizei - Toter - Rucksack - Straße - Oktober 2019 - Halle SaaleFoto: Polizeieinsatz mit Toter am 09.10.2019 (Halle/Saale), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Ver­ur­tei­lung des Atten­tä­ters von Hal­le zu einer lebens­lan­gen Frei­heits­stra­fe ist rechtskräftig.

Ste­phan Bal­liet habe kei­ne Revi­si­on ein­ge­legt, teil­te das Ober­lan­des­ge­richt Naum­burg am Diens­tag mit. Er war in der ver­gan­ge­nen Woche unter ande­rem wegen Mor­des in zwei Fäl­len zur Höchst­stra­fe ver­ur­teilt wor­den. Dabei wur­de die beson­de­re Schwe­re der Schuld fest­ge­stellt sowie die anschlie­ßen­de Siche­rungs­ver­wah­rung ange­ord­net. Eine vor­zei­ti­ge Haft­ent­las­sung nach 15 Jah­ren ist also unwahrscheinlich.

Aller­dings leg­ten zwei Neben­klä­ger Revi­si­on ein. Das Gericht hat elf Wochen Zeit, das voll­stän­di­ge Urteil schrift­lich abzu­set­zen. Nach Zustel­lung des voll­stän­di­gen Urteils haben die Revi­si­ons­füh­rer einen Monat Zeit, durch ihre Rechts­an­wäl­te die Revi­si­on zu begründen.

Bei dem Anschlag am 09. Okto­ber 2019 hat­te der Täter zunächst ver­sucht, gewalt­sam in die Syn­ago­ge in Hal­le (Saa­le) ein­zu­drin­gen, um die Per­so­nen zu töten, die sich dort an Jom Kip­pur, dem höchs­ten jüdi­schen Fei­er­tag, ver­sam­melt hat­ten. Als ihm das nicht gelang, erschoss er vor dem Gebäu­de eine Pas­san­tin sowie kurz dar­auf in einem Döner-Imbiss einen jun­gen Mann. Auf sei­ner Flucht ver­letz­te er zwei wei­te­re Per­so­nen durch Schüs­se. Kurz dar­auf wur­de er fest­ge­nom­men. Er hat­te sei­ne Tat als Live­stream mit einer Helm­ka­me­ra übertragen.

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