IMK: Erst­imp­fung für alle Impf­wil­li­gen bis Mit­te Juli machbar

Impfpass - Impfausweis - Impfungen - COVID-19 - Coronavirus - Comirnaty - Februar 2021 - BonnFoto: Impfausweis mit aktueller Impfung gegen das Coronavirus (Bonn), Urheber: dts Nachrichtenagentur

For­scher hal­ten es für mög­lich, bis Mit­te Juli alle Impf­wil­li­gen in Deutsch­land min­des­tens ein­mal gegen Covid-19 zu impfen.

Das zei­gen neue Berech­nun­gen des Insti­tuts für Makro­öko­no­mie und Kon­junk­tur­for­schung der Hans-Böck­ler-Stif­tung, über die „Zeit-Online” berich­tet. Anfang Juli trifft das dem­nach auf 75 Pro­zent aller Erwach­se­nen zu, bin­nen wei­te­rer zwei Wochen könn­ten auch 75 Pro­zent der Jugend­li­chen im Alter von 12 bis 17 Jah­ren eine ers­te Imp­fung erhalten.

Bis Anfang Sep­tem­ber, wenn in den meis­ten Bun­des­län­dern das neue Schul­jahr los­geht oder gera­de begon­nen hat, könn­ten dann ins­ge­samt 75 Pro­zent der Bevöl­ke­rung über 12 Jah­ren auch voll­stän­dig geimpft sein. „Da die Erst­imp­fung schon einen hohen Schutz bie­tet, ist die­ses Ergeb­nis sogar der Voll­imp­fung eines klei­ne­ren Bevöl­ke­rungs­an­teils vor­zu­zie­hen”, heißt es im Kom­men­tar zu den Berechnungen.

Vor­aus­set­zung für das Errei­chen die­ses Ziels sei aller­dings, dass die aktu­el­len Lie­fer­plä­ne für die Impf­stof­fe ein­ge­hal­ten wer­den, ins­be­son­de­re von einem bestimm­ten Her­stel­ler: „Das Tem­po der deut­schen Impf­kam­pa­gne hängt am Impf­stoff von John­son & John­son”, schrei­ben die For­scher. Jede nicht gelie­fer­te oder nicht ver­impf­te Dosis belas­te den Impf­fort­schritt dem­nach dop­pelt: Da die­ser Wirk­stoff nur ein­mal ver­ab­reicht wer­den muss, bräuch­te es ent­spre­chend zwei Dosen eines ande­ren Impf­stof­fes, um eine aus­ge­fal­le­ne Dosis John­son & John­son zu kompensieren.

Bis­lang ist in der EU für die Imp­fung von 12- bis 17-Jäh­ri­gen nur der mRNA-Impf­stoff von Bio­n­tech zuge­las­sen. Des­halb müss­te sich rund ein Vier­tel der noch nicht geimpf­ten, aber impf­wil­li­gen Erwach­se­nen mit einem Vek­tor-Impf­stoff von Astra­ze­ne­ca oder von John­son & John­son immu­ni­sie­ren las­sen, um das Impf­ziel zu errei­chen, schrei­ben die For­scher zu ihren Berechnungen.

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