Amts­ge­richt: Mut­maß­li­cher Tem­po­sün­der wegen Blit­zer freigesprochen

Starenkästen - Blitzer - Zaun - Bäume - StraßeFoto: Sicht auf Starenkästen, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Das Amts­ge­richt Ber­lin-Tier­gar­ten hat einen wei­te­ren mut­maß­li­chen Tem­po­sün­der frei­ge­spro­chen, weil er von einem recht­lich unge­eig­ne­ten Mess­ge­rät erfasst wor­den war.

Der Laser­scan­ner, der den Auto­fah­rer geblitzt hat­te, konn­te die eigent­li­chen Mess­da­ten nicht abspei­chern, berich­tet der „Spie­gel” in sei­ner neu­en Aus­ga­be. Kon­kret ging es dabei um das Gerät Poliscan FM1. Schon zuvor hat­te der­sel­be Rich­ter einen mut­maß­li­chen Raser frei­ge­spro­chen, der von dem Infra­rot­ge­rät Leivtec XV3 geblitzt wor­den war.

Bei­de Urtei­le sind inzwi­schen rechts­kräf­tig. Sie stüt­zen sich auf den saar­län­di­schen Ver­fas­sungs­ge­richts­hof, der Anfang Juli in sol­chen Fäl­len das Rechts­staats­prin­zip als ver­letzt ange­se­hen hat. Damals ging es um den Laser­scan­ner Traf­fistar S350. Die Ber­li­ner Poli­zei hat seit Mit­te Juli alle Blit­zer die­ses Typs in der Bun­des­haupt­stadt deaktiviert.

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