NATO: Min­des­tens 50.000 rus­si­sche Sol­da­ten in Ukraine

Haus - Wohnung - Gebäude - Flagge - UkraineFoto: Haus in Kiew mit urkainischer Flagge, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die NATO geht nach inter­nen Schät­zun­gen offen­bar von 50.000 bis 60.000 rus­si­schen Sol­da­ten in der Ukrai­ne aus.

Das berich­tet das Por­tal „Busi­ness Insi­der” unter Beru­fung auf hoch­ran­gi­ge Krei­sen des west­li­chen Mili­tär­bünd­nis­ses. Eine ent­spre­chen­de Ana­ly­se wur­de dem­nach am Frei­tag im Ober­kom­man­do in bel­gi­schen Mons prä­sen­tiert. Bis­lang war nur bekannt, dass Russ­land über die letz­ten Wochen ent­lang der Gren­ze zur Ukrai­ne mehr als 100.000 Sol­da­ten posi­tio­niert hat­te. In der NATO zähl­te man laut „Busi­ness Insi­der” kurz vor der Inva­si­on 115 rus­si­sche Batail­lons­grup­pen mit etwa 115.000 Sol­da­ten. Das sind zwei Drit­tel aller rus­si­schen Batail­lons­grup­pen über­haupt. Die USA spra­chen sogar von rund 150.000 Sol­da­ten. In den ukrai­ni­schen Streit­kräf­te die­nen nach offi­zi­el­len Anga­ben aus dem Jahr 2020 ins­ge­samt knapp 210.000 Sol­da­ten, zudem 900.000 Reser­vis­ten. Zah­len­mä­ßig wären die rus­si­schen Trup­pen dem­nach in der Min­der­heit. Aller­dings stam­men laut der NATO-Erkennt­nis­se fast alle rus­si­schen Sol­da­ten in der Ukrai­ne aus kampf­erprob­ten und schwe­ren gepan­zer­ten Einheiten.

Zudem schal­te­te die rus­si­sche Luft­waf­fe offen­bar schnell Flug­ab­wehr­stel­lun­gen aus, sodass sie früh den Luft­raum beherrsch­te, was ihr einen stra­te­gi­schen Vor­teil brach­te. NATO-Gene­ral­se­kre­tär ver­ur­teil­te am Frei­tag­abend erneut den rus­si­schen Angriff und dräng­te auf einen Rück­zug Russ­lands. Die rus­si­schen Bür­ger müss­ten wis­sen: „Die­ser Krieg wird nicht zu einer bes­se­ren Zukunft für ihre Kin­der füh­ren.” Die NATO tref­fe Sicher­heits­vor­keh­run­gen „zu Lan­de, auf See und in der Luft”. Im öst­li­chen Teil der Alli­anz sei­en mehr als 100 Jets stün­den in Alarm­be­reit­schaft an mehr als 30 ver­schie­de­nen Stand­or­ten, zudem über 120 Schif­fe. „Wir wer­den alles Nöti­ge tun, um unse­re Bünd­nis­part­ner zu beschüt­zen”, ver­si­cher­te Stoltenberg.

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