OTTO: Han­del ver­kauft in Coro­na-Kri­se Haar­schnei­der und Wandfarbe

OTTO - Unternehmenssitz - Gebäude - Zaun - Werner-Otto-Straße - HamburgFoto: Sicht auf den OTTO-Unternehmenssitz auf der Werner-Otto-Straße (Hamburg)

Wäh­rend die Deut­schen vor allem Klo­pa­pier hams­tern, steigt beim Ver­sand­händ­ler OTTO die Nach­fra­ge nach Pro­duk­ten aus Kos­me­tik- und Körperpflege.

Beson­ders gefragt sind Haar- und Bart­schnei­der: „Von einem Bart­schnei­der ver­kau­fen wir nor­ma­ler­wei­se 30 Stück am Tag, aktu­ell sind es zwi­schen 250 und 300”, sag­te OTTO-Chef Marc Opelt der „Bild-Zei­tung”. Das ent­spricht einem Anstieg um das Acht­fa­che. „Die Fri­seu­re haben zu, da wird die Kör­per­pfle­ge zeit­wei­se nach drin­nen ver­la­gert”, so der OTTO-Chef weiter.

Bei Sport­ar­ti­keln wie Han­teln sei es ähn­lich: Deren Bestel­lun­gen hät­ten sich ver­sechs­facht, bei Dru­ckern und Dreh­stüh­len – bei­des wich­ti­ge Arti­kel für das Home­of­fice – sei­en es dop­pelt so vie­le gewe­sen. Die Nach­fra­ge nach Fern­se­hern habe um 50 Pro­zent zuge­legt, bei Gesell­schafts­spie­len sei­en es 199 Pro­zent, bei Wand­far­be 240 Pro­zent. Stark gefragt sei­en außer­dem Web­cams, Fie­ber­ther­mo­me­ter, aber auch Gefrier­schrän­ke und Brot­back­au­to­ma­ten, sag­te Opelt.

Zurück­ge­gan­gen sei­en dafür die Bestel­lun­gen von Klei­der- und Bade­mo­den, die nor­ma­ler­wei­se zu die­ser Jah­res­zeit beson­ders stark sei­en. Lie­fer­eng­päs­se gebe es kei­ne. „Wir waren und sind zu jeder Zeit lie­fer­fä­hig. Alle Waren sind ver­füg- und bestell­bar. Unse­re Mit­ar­bei­ter machen das groß­ar­tig”, so der OTTO-Chef weiter.

Zusatz­schich­ten muss der Ham­bur­ger Tra­di­ti­ons­kon­zern bis­her aber nicht fah­ren, Neu­ein­stel­lun­gen wie beim Online-Ver­sand­händ­ler Ama­zon in den USA sind bei OTTO nicht geplant. Das Wachs­tum lie­ge „sta­bil bei acht bis zehn Pro­zent”, sag­te Opelt der „Bild-Zei­tung”.

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