OTTO: Kei­nen Hand­lungs­be­darf bei Ver­nich­tung von Warenretouren

Paketsendungen - Trinkhalle - Pakete - Geschäft - Lager - RegaleFoto: Gelagerte Paketsendungen in einer Trinkhalle, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Online­händ­ler OTTO sieht bei der Ver­nich­tung von schad­haf­ten Rück­sen­dun­gen kei­nen Handlungsbedarf.

„Die Ver­nich­tung betrifft bei uns nur Sachen, bei denen jeder auf den ers­ten Blick sagen wür­de: Ok, das ist wirk­lich Schrott”, sag­te OTTO-Vor­stand Marc Opelt dem „Tages­spie­gel” (Mon­tags­aus­ga­be). Der Anteil der zu zer­stö­ren­den Retou­ren lie­ge „im Pro­mil­le­be­reich”, füg­te er hinzu.

„Das sind ein paar tau­send Stück im Jahr”, räum­te er ein. „Wenn man aller­dings weiß, dass wir allein in unse­rem Lager in Hal­dens­le­ben pro Tag 120.000 Pake­te ver­schi­cken, rela­ti­viert sich die­se Zahl.” Folg­lich gebe es für OTTO „kei­nen Handlungsbedarf”.

Der Online­händ­ler will per­spek­ti­visch auch Arti­kel aus Super­märk­ten und Dro­ge­rien am sel­ben Tag lie­fern. „Wir wol­len auch Din­ge des täg­li­chen Bedarfs anbie­ten”, kün­dig­te Opelt an. „Genau so arbei­ten wir an der Umset­zung von Same-Day-Deli­very Services.”

Hin­ter­grund ist eine Koope­ra­ti­on mit dem Shop­ping-Mall-Betrei­ber ECE, die OTTO jüngst abge­schlos­sen hat. Damit sol­len Händ­ler aus den Ein­kaufs­cen­tern ihre Waren über die Inter­net­sei­te von OTTO ver­kau­fen – per­spek­ti­visch sogar Lebens­mit­tel. Um ver­läss­li­che­re Lie­fe­run­gen zu ermög­li­chen, nimmt Opelt auch die Ver­brau­cher in die Pflicht. „Wir haben das gene­rel­le Pro­blem, dass die Kun­den nicht bereit sind, den ech­ten Preis für die Logis­tik zu zah­len”, sag­te er.

In die­sem Teil des Sys­tems sei nicht aus­rei­chend Geld, um ihn zufrie­den­stel­lend zu gestal­ten. „Und ja, das könn­te auch dazu füh­ren, dass Hau­stür­zu­stel­lung irgend­wann teu­rer wird”, sag­te Opelt dem „Tages­spie­gel”.

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