Poli­tik: AKK ruft Selen­skyj zur Umset­zung sei­ner Reform­agen­da auf

Annegret Kramp-Karrenbauer - CDU - Bundesministerin der Verteidigung - PolitikerinFoto: Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesverteidigungsministerin, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Nach dem Sieg der Par­tei Sluha Naro­du des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wolo­dym­yr Selen­skyj bei den vor­ge­zo­ge­nen Par­la­ments­wah­len in der Ukrai­ne hat CDU-Che­fin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er den Staats­chef zu einer Umset­zung sei­ner Reform­agen­da aufgefordert.

„Der neue Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj ver­fügt nun über ein star­kes Man­dat für die Umset­zung sei­ner ambi­tio­nier­ten Reform­agen­da”, sag­te Kramp-Kar­ren­bau­er am Mon­tag. Man erwar­te, dass er die­se Refor­men jetzt ent­schlos­sen ange­he, um die in ihn gesetz­ten Hoff­nun­gen der Ukrai­ner zu erfül­len, „ins­be­son­de­re im Kampf gegen die Kor­rup­ti­on, bei den Rah­men­be­din­gun­gen für die Wirt­schaft und bei der Moder­ni­sie­rung der öffent­li­chen Verwaltung”.

Die CDU unter­stüt­ze wei­ter­hin die Wie­der­her­stel­lung der ter­ri­to­ria­len Inte­gri­tät der Ukrai­ne durch die Umset­zung des Mins­ker Abkom­mens, so die CDU-Che­fin wei­ter. „Die wegen der Völ­ker­rechts­ver­let­zun­gen ver­häng­ten Sank­tio­nen gegen Russ­land müs­sen bestehen blei­ben, solan­ge sich am rus­si­schen Ver­hal­ten nichts ändert.” Nach Aus­zäh­lung von rund 60 Pro­zent der Wahl­zet­tel kam die Selen­skyj-Par­tei am Sonn­tag auf knapp 42,5 Pro­zent der Stim­men. Die pro­rus­si­sche „Oppo­si­ti­ons­platt­form – für das Leben” erreich­te rund 13,0 Pro­zent. Dritt­stärks­te Kraft wird vor­aus­sicht­lich die Par­tei „Euro­päi­sche Soli­da­ri­tät” von Ex-Prä­si­dent Petro Poro­schen­ko mit rund 8,6 Prozent.

Dahin­ter fol­gen die „Vaterland”-Partei der ehe­ma­li­gen Pre­mier­mi­nis­te­rin Juli­ja Tymo­schen­ko mit rund 8,0 Pro­zent sowie die libe­ra­le Par­tei „Stim­me” mit rund 6,3 Pro­zent. Gewählt wur­den am Sonn­tag 424 Par­la­men­ta­ri­er für das Abge­ord­ne­ten­haus. Knapp die Hälf­te davon wur­de direkt in Wahl­krei­sen gewählt, die ande­re Hälf­te über Par­tei­lis­ten, wobei eine Fünf-Pro­zent-Hür­de gilt. Durch die Direkt­man­da­te könn­te es für die Sluha Naro­du auch zu einer abso­lu­ten Mehr­heit rei­chen. Selen­skyj hat­te Ende Mai in einer ers­ten Amts­hand­lung die Auf­lö­sung des ukrai­ni­schen Par­la­ments ange­kün­digt. Damit hat­te er dar­auf reagiert, dass er dort über kei­ne eige­ne Mehr­heit ver­fügt. Geplan­te Refor­men hät­ten des­halb nur schwer umge­setzt wer­den können.

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