Poli­tik: Jun­ge Uni­on warnt AKK vor Ver­nach­läs­si­gung der CDU

JU - Junge Union DeutschlandsFoto: Die Jugendorganisation Junge Union Deutschlands (CDU/CSU), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Jun­ge Uni­on hat Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er davor gewarnt, wegen ihres neu­en Minis­ter­am­tes ihre Auf­ga­ben als CDU-Che­fin zu vernachlässigen.

„Die Erneue­rung der CDU braucht viel Kraft. Sie darf nicht auf der Stre­cke blei­ben”, sag­te der JU-Chef Til­man Kuban den Zei­tun­gen des „Redak­ti­ons­netz­werks Deutschland”.

Die CDU-Che­fin müs­se „sicher­lich erklä­ren, wie sie das machen will.” Die Jun­ge Uni­on wer­de sie dabei unter­stüt­zen, so der JU-Chef wei­ter. Kramp-Kar­ren­bau­er wur­de in die­ser Woche als neue Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin ver­ei­digt. Die bis­he­ri­ge Amts­in­ha­be­rin Ursu­la von der Ley­en (CDU) wech­selt als EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin nach Brüs­sel. Die Mög­lich­keit einer Urwahl des nächs­ten Uni­ons-Kanz­ler­kan­di­da­ten ließ Kuban offen.

Auf die Fra­ge, ob die­se Form der Basis­be­tei­li­gung aus­ge­schlos­sen sei, weil sie nicht in der Par­tei­sat­zung ste­he, sag­te der JU-Chef: „Ein Kanz­ler­kan­di­dat steht aller­dings auch nicht in der CDU-Sat­zung.” Wich­tig sei, dass die CDU das Ver­fah­ren der Kan­di­da­ten­kür schnell fest­le­ge. „Es kann momen­tan alles schnell gehen. Dann darf es kein Hau­ruck­ver­fah­ren geben”, sag­te Kuban den Zei­tun­gen des „Redak­ti­ons­netz­werks Deutschland”.

Der JU-Chef for­der­te, die CDU dür­fe sich the­ma­tisch nicht allein auf die Kli­ma­po­li­tik kon­zen­trie­ren, die in den letz­ten Mona­ten ange­sichts der anhal­ten­den Schü­ler­de­mons­tra­tio­nen in den Fokus gerückt war. Es gebe in Deutsch­land „noch ein paar ande­re Fra­gen als die Kli­ma­po­li­tik. Im länd­li­chen Raum ärgern sich die Leu­te über schlech­te Inter­net- oder Bus­ver­bin­dun­gen, Schul­schlie­ßun­gen oder Inte­gra­ti­ons­pro­ble­me und sor­gen sich um ihre Sicher­heit”, so der CDU-Poli­ti­ker. Die Uni­on müs­se „selbst­be­wuss­ter bereit sein, ihre Ant­wor­ten zu geben. Dann muss man auch nie­man­dem hin­ter­her­lau­fen”, so der JU-Chef wei­ter. Man habe die Grü­nen „in den letz­ten Mona­ten zu wenig gestellt und ihre Wider­sprü­che zu wenig deut­lich gemacht”, sag­te Kuban den Zei­tun­gen des „Redak­ti­ons­netz­werks Deutschland”.

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