Poli­tik: Kramp-Kar­ren­bau­er will höhe­re Rüstungsausgaben

Annegret Kramp-Karrenbauer - Bundesverteidigungsministerin - Politikerin - CDUFoto: Annegret Kramp-Karrenbauer, Bundesverteidigungsministerin, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin und CDU-Che­fin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er hat eine kon­stan­te Stei­ge­rung der deut­schen Rüs­tungs­aus­ga­ben bis zum Zwei-Pro­zent-Ziel der NATO gefordert.

Sie habe „immer kri­ti­siert”, dass der Ver­tei­di­gungs­haus­halt der mit­tel­fris­ti­gen Finanz­pla­nung zufol­ge in den kom­men­den Jah­ren sin­ken sol­le, sag­te Kramp-Kar­ren­bau­er der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung”. Deutsch­land habe dem Ziel der NATO, die Mili­tär­aus­ga­ben der Bünd­nis­part­ner in Rich­tung auf zwei Pro­zent des Brut­to­in­lands­pro­dukts (BIP) anwach­sen zu las­sen, „eine kla­re Zusa­ge gegeben”.

Ihr sei zwar bewusst, dass man das „nicht von heu­te auf mor­gen erreicht”, aber eben­so klar sei, „dass man den Weg dort­hin auch wirk­lich gehen muss”, so die CDU-Che­fin wei­ter. Jetzt wer­de sie im Kabi­nett und im Koali­ti­ons­aus­schuss „die­se Hal­tung als Fach­mi­nis­te­rin und Par­tei­vor­sit­zen­de ver­tre­ten”. Kramp-Kar­ren­bau­er wand­te sich gegen Zwei­fel an der Glaub­wür­dig­keit des Nord­at­lan­ti­schen Bünd­nis­ses und der Ver­ei­nig­ten Staa­ten. „Die NATO ist und bleibt der Eck­stein unse­rer Sicher­heits­ar­chi­tek­tur”, so die Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin. Der Koali­ti­ons­ver­trag sehe zwar eine „stär­ke­re euro­päi­sche Säu­le” vor, doch es sei „nicht rea­lis­tisch” zu glau­ben, „dass eine euro­päi­sche Initia­ti­ve die NATO erset­zen könn­te”. So etwas kom­me „nicht in Fra­ge”, sag­te Kramp-Kar­ren­bau­er der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Sonn­tags­zei­tung”. Zu den USA merk­te sie an, auch wenn es „Mei­nungs­un­ter­schie­de unter Part­nern” gebe, blie­ben die Bezie­hun­gen „unab­hän­gig von ein­zel­nen Admi­nis­tra­tio­nen unerschütterlich”.

Zu ihrer Ent­schei­dung, das Minis­ter­amt zu über­neh­men, sag­te die Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin, sie sei in „per­ma­nen­tem Aus­tausch” mit Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (CDU) gewe­sen, seit sich abge­zeich­net habe, „dass Ursu­la von der Ley­en nach Brüs­sel gehen könn­te”. Kramp-Kar­ren­bau­er bestä­tig­te, dass es Über­le­gun­gen gab, Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) zum Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter zu machen. Auch aus Nie­der­sach­sen waren For­de­run­gen laut gewor­den, der Lan­des­ver­band müs­se im Kabi­nett ange­mes­sen ver­tre­ten sein, wenn von der Ley­en nach Brüs­sel wech­se­le. Die Ent­schei­dung Kramp-Kar­ren­bau­ers, das Amt selbst zu über­neh­men, sei auch von der Absicht gelei­tet wor­den, inner­par­tei­li­chen Streit über die Nach­be­set­zung abzu­wen­den, berich­tet die „Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Sonn­tags­zei­tung” unter Beru­fung auf eige­ne Informationen.

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