Poli­tik: Lin­ke will staat­li­che zivi­le Mittelmeerrettung

Bojen - Meer - Kugel - Kegel - Wasser - MeerFoto: Sicht auf Bojen im Meer, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Links­par­tei hat die Ein­set­zung einer staat­li­chen zivi­len Mit­tel­meer­ret­tung gefordert.

„Wer sich für die Mit­tel­meer­ret­tung aus­spricht, dafür aber die Eini­gung unter den EU-Mit­glied­staa­ten zur Ver­tei­lung der Geret­te­ten vor­aus­setzt, nimmt ein Schei­tern der Ret­tungs­mis­si­on in Kauf und spielt mit Men­schen­le­ben”, sag­te der Obmann der Links­frak­ti­on im Bun­des­tags­aus­schuss für Men­schen­rech­te und huma­ni­tä­re Hil­fe, Michel Brandt, am Mon­tag. Damit nahm er Bezug auf das Ret­tungs­schiff „Open Arms”, wel­ches aktu­ell vor der ita­lie­ni­schen Insel Lam­pe­du­sa liegt, aber nicht anle­gen darf.

Zuletzt hat­te Spa­ni­en ange­bo­ten, die Flücht­lin­ge auf­zu­neh­men. Unter ande­rem kommt dafür die Insel Menor­ca infra­ge. „Eine Fahrt in das tau­send Kilo­me­ter ent­fern­te Spa­ni­en wäre unver­ant­wort­lich und gefähr­lich für die Men­schen an Bord”, sag­te Brandt dazu. Die Bun­des­re­gie­rung sol­le end­lich „kla­re Kan­te gegen die rech­te Regie­rung Ita­li­ens zei­gen”, um die gel­ten­den Men­schen­rech­te durch­zu­set­zen, füg­te der Lin­ken-Poli­ti­ker hinzu.

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