Poli­tik: Medi­en soll­ten die Her­kunft von Täter bei jedem Delikt nennen

Zeitungen - Zeitschriften - Ständer - KioskFoto: Zeitungen und Zeitschriften an einem Kiosk, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der nord­rhein-west­fä­li­sche Inte­gra­ti­ons­mi­nis­ter hat nach den Debat­ten um Räu­mun­gen des Düs­sel­dor­fer Rhein­ba­des ange­regt, dass Medi­en sys­te­ma­tisch die Her­kunft mut­maß­li­cher Täter nennen.

„Wenn, dann müss­te man die Her­kunft eigent­lich bei jedem Delikt nen­nen, auch wenn es dann bizarr wird”, sag­te Joa­chim Stamp der „Rhei­ni­schen Post” (Don­ners­tags­aus­ga­be). Er mache zwar kei­ne Vor­ga­ben, weil dies der Pres­se­rat im Pres­se­ko­dex tue.

Aller­dings: „In den Kom­men­tar­spal­ten im Inter­net wird, wenn kei­ne Her­kunft in dem Bericht genannt wur­de, schnell spe­ku­liert, dass es jemand mit Ein­wan­de­rungs­ge­schich­te war. Das ist ein Pro­blem”, sag­te Stamp.

Der FDP-Poli­ti­ker berich­te­te, dass es auch in sei­ner Jugend span­nungs­ge­la­de­ne Situa­tio­nen in Schwimm­bä­dern gege­ben habe, etwa Pro­vo­ka­tio­nen von puber­tie­ren­den Jugend­li­chen. „Aber wir haben die Ansa­gen der Bade­meis­ter sofort akzep­tiert – auch einen Raus­wurf”, sag­te Stamp.

Er sei selbst ein­mal aus dem Bad gewor­fen wor­den: „Wir haben im Hal­len­bad einen Vier-Mann-Turm gebaut, drei Leu­te waren auf mei­nen Schul­tern. Als wir umge­kippt sind, hat der Bade­meis­ter gesagt: Raus”, so Stamp. „Das war mit 16, aber natür­lich Unfug.”

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