Poli­tik: Unter­su­chungs­aus­schuss prüft Vor­la­dung für von der Leyen

Ursula von der Leyen - CDU - EU-Kommissionspräsidentin - PolitikerinFoto: Ursula von der Leyen, Bundesverteidigungsministerin, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der neu­en EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin Ursu­la von der Ley­en droht ein poli­ti­sches Nach­spiel in der soge­nann­ten Berateraffäre.

Er las­se der­zeit juris­tisch prü­fen, ob die frü­he­re Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin in ihrer neu­en Funk­ti­on „als Zeu­gin vor­lad­bar ist”, sag­te Wolf­gang Hell­mich (SPD) – Vor­sit­zen­der des par­la­men­ta­ri­schen Unter­su­chungs­aus­schus­ses – den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Don­ners­tag­aus­ga­ben). Einen „sol­chen Fall” habe es „noch nie” gege­ben, so der SPD-Poli­ti­ker weiter.

In jedem Fall gehe die Auf­klä­rung wei­ter und daue­re min­des­tens bis Ende des Jah­res an. Es gehe um die Auf­klä­rung der umstrit­te­nen Ver­ga­be­pra­xis von Auf­trä­gen an Bera­ter, „es geht nicht um eine Per­son”, sag­te Hell­mich. Er sprach sich dage­gen aus, die neue Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er (CDU) als Zeu­gin zu ver­neh­men. „Ich sehe kei­ne Ver­an­las­sung dazu”, so der Vor­sit­zen­de des par­la­men­ta­ri­schen Untersuchungsausschusses.

Es gehe bei der Bera­teraf­fä­re um Vor­gän­ge vor Kramp-Kar­ren­bau­ers Amts­zeit. „Sie wird aber mit den Kon­se­quen­zen zu tun haben”, so der SPD-Poli­ti­ker wei­ter. Es sei eine „aus­ge­spro­chen schwie­ri­ge Ent­schei­dung”, dass mit Kramp-Kar­ren­bau­er eine Par­tei­vor­sit­zen­de das Amt über­neh­me, weil das Risi­ko bestehe, „dass zwei Ämter mit­ein­an­der ver­quickt wer­den und die Situa­ti­on der Bun­des­wehr für eine par­tei­po­li­ti­sche Pro­fi­lie­rung genutzt wird”, sag­te Hell­mich den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe. Es dür­fe nicht der Ein­druck ent­ste­hen, „dass die Trup­pe der par­tei­po­li­ti­schen Pro­fi­lie­rung dient. Wir brau­chen mehr kon­sen­sua­le Lösun­gen”, so der Vor­sit­zen­de des par­la­men­ta­ri­schen Unter­su­chungs­aus­schus­ses weiter.

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