RKI: Bun­des­ober­be­hör­de erwar­tet zu Ostern hohe Zahlen

Robert Koch-Institut - Bundesbehörde - Infektionskrankeheiten - BerlinFoto: Sicht auf das Robert Koch-Institut (Berlin), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Das Robert-Koch-Insti­tut ruft dazu auf, Ostern nur im engs­ten Kreis zu ver­brin­gen und auf Rei­sen im In- und Aus­land zu verzichten.

Man erwar­te dann eine ähn­li­che Lage wie vor Weih­nach­ten, sag­te RKI-Vize­prä­si­dent Lars Schaa­de am Frei­tag auf der wöchent­li­chen Pres­se­kon­fe­renz im Bei­sein des Gesund­heits­mi­nis­ters. Der Anstieg der Infek­ti­ons­zah­len sei nun „ganz deut­lich expo­nen­ti­ell” und las­se sich auch nicht durch ver­mehr­tes Tes­ten erklä­ren, sag­te Schaa­de. Ursa­che sei ver­mut­lich die Vari­an­te B117, die mitt­ler­wei­le bei Drei­vier­tel aller Pro­ben nach­ge­wie­sen wer­de und anste­cken­der sei. Bei den Todes­fall­zah­len habe sich der Rück­gang ver­lang­samt und man müs­se erwar­ten, dass in den nächs­ten Wochen wie­der mehr Men­schen mit Covid-19 ster­ben, sag­te der RKI-Vizepräsident.

Gesund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn kün­dig­te an, der Anstieg „könn­te” bedeu­ten, „dass wir in den kom­men­den Wochen kei­ne wei­te­ren Öff­nungs­schrit­te vor­neh­men kön­nen, im Gegen­teil viel­leicht sogar Schrit­te rück­wärts gehen müs­sen”, sag­te Spahn. Die Impf­stoff­lie­fe­run­gen reich­ten in der nächs­ten Zeit noch nicht aus, um die Pan­de­mie zu stop­pen, selbst wenn ab jetzt alle Zusa­gen ein­ge­hal­ten wer­den. „Wir wer­den also noch einen lan­gen Atem brau­chen”, so der Gesundheitsminister.

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