RKI: Jede vierte Stelle bei der Bundesoberbehörde nicht besetzt

Robert Koch-Institut - Bundesbehörde - Infektionskrankeheiten - BerlinFoto: Sicht auf das Robert Koch-Institut (Berlin), Urheber: dts Nachrichtenagentur

Beim Robert-Koch-Institut ist derzeit ein Viertel aller Stellen nicht besetzt. Auch beim Paul-Ehrlich-Institut sieht es nicht besser aus.

Das geht aus einer Antwort des Bundesgesundheitsministeriums vor, über die „Business Insider“ berichtet. Demnach sind beim RKI im Haushaltsjahr 2021 insgesamt 530,5 Stellen eingeplant, bis zum 15. Februar 2021 waren davon 147 nicht besetzt. Das entspricht einem Anteil von 28 Prozent. Noch größer ist das Problem bei den Beamtenstellen. Hier sind von 187 Planstellen lediglich 127 besetzt. Das bedeutet, fast ein Drittel (32 Prozent) der Stellen sind derzeit vakant. Beim Paul-Ehrlich-Institut, das auch für die Zulassung von Impfstoffen zuständig ist, sind derzeit von 403,3 eingeplanten Stellen rund 17 Prozent der Stellen nicht besetzt. Das entspricht einem Anteil von 17 Prozent.

FDP-Fraktionsvize Christian Dürr kritisierte das Bundesgesundheitsministerium, in dessen Geschäftsbereich beide Behörden fallen. Er sagte „Business Insider“: „Obwohl das Bundesgesundheitsministerium und das RKI die zentralen Institutionen in der Pandemiebekämpfung sind, schafft es die GroKo nicht, für ausreichend Personal in diesen Häusern zu sorgen“. Der FDP-Politiker kritisierte weiter: „Das ist ein weiterer Beleg für das Corona-Missmanagement der Bundesregierung“.

Das RKI erklärte auf Anfrage von „Business Insider“, 131 der unbesetzten Stellen seien erst im Haushaltsjahr 2021 hinzugekommen. Der Großteil entfalle dabei auf das „Zentrum für Künstliche Intelligenz in der Public Health-Forschung“, das neu aufgebaut werde. „Es ist nur natürlich, dass hier der Großteil der Auswahlverfahren erst noch stattfinden wird“, heißt es in der Antwort. Das Bundesgesundheitsministerium ließ eine Anfrage von Business Insider unbeantwortet.

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