RWI: Insti­tut erwar­tet hohe Infla­ti­on min­des­tens bis Herbst

EZB - Europäische Zentralbank - FFM - Frankfurt am Main - Bank - Zentralbank - Hochhaus - GebäudeFoto: Sicht auf die Europäische Zentralbank, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Der Kon­junk­tur­ex­per­te des RWI-Leib­niz-Insti­tut für Wirt­schafts­for­schung erwar­tet noch län­ger eine hohe Inflation.

„Die Infla­ti­ons­ra­te in Deutsch­land wird noch min­des­tens bis in den Herbst hin­ein hoch blei­ben”, sag­te Tors­ten Schmidt der „Rhei­ni­schen Post” (Diens­tag). „Bis­her waren vor allem Ener­gie und Nah­rungs­mit­tel für die kräf­ti­gen Preis­an­stie­ge ver­ant­wort­lich. Die Prei­se vie­ler ande­rer Güter wie zum Bei­spiel für Möbel zie­hen nun immer stär­ker nach”.

Zugleich for­dert der Esse­ner For­scher die Euro­päi­sche Zen­tral­bank auf, die Zin­sen zu erhö­hen: „Die EZB soll­te die Zin­sen mög­lichst rasch anhe­ben, um den Preis­auf­trieb zu begren­zen und die Infla­ti­ons­er­war­tun­gen zu sta­bi­li­sie­ren. Dies wäre auch ein kla­res Signal an die Tarif­par­tei­en, bei den Tarif­ab­schlüs­sen wei­ter maß­voll vor­zu­ge­hen. Die aktu­el­len Tarif­ab­schlüs­se sind zwar deut­lich höher als in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Sie sind bis­lang aber nicht so hoch, dass ein wei­te­rer Druck auf die Prei­se zu erwar­ten wäre”.

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