Tho­mas Cook: Zehn­tau­sen­de Kun­den dro­hen Geld zu verschenken

Condor - Flugzeug - Fluggesellschaft - Thomas Cook - Bäume - Baustelle - HäuserFoto: Sicht auf ein Condor Flugzeug, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Zehn­tau­sen­de Kun­den des Tou­ris­mus­kon­zerns Tho­mas Cook lau­fen Gefahr, Geld zu verschenken.

Beim Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um sei­en bis­lang erst 95.600 Anträ­ge ein­ge­gan­gen, mit denen Ver­brau­cher finan­zi­el­le Hil­fe vom Bund bean­tra­gen kön­nen, teil­te eine Spre­che­rin des Minis­te­ri­ums dem „Tages­spie­gel” (Diens­tags­aus­ga­be) mit. Das ist gera­de ein­mal die Hälf­te der Berechtigten.

Viel Zeit bleibt nicht mehr: Bis zum 15. Novem­ber 2020 müs­sen Tho­mas-Cook-Geschä­dig­te ihre Ansprü­che auf dem Inter­net­por­tal des Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums ange­mel­det haben, um in den Genuss der staat­li­chen Aus­gleichs­zah­lung zu kom­men. Der Staat stellt 225 Mil­lio­nen Euro bereit, um die Urlau­ber schad­los zu halten.

Die von Tho­mas Cook sei­ner­zeit geschlos­se­ne Ver­si­che­rung reicht näm­lich bei Wei­tem nicht aus. Von der Zurich Ver­si­che­rung erhal­ten die Ver­brau­cher gera­de ein­mal 26,38 Pro­zent ihres Scha­dens, den Rest füllt der Staat auf. Die Ver­si­che­rung hat bis­lang 183.000 berech­tig­te Ansprü­che regis­triert, sag­te ein Unter­neh­mens­spre­cher dem „Tages­spie­gel”. Doch bis­her hält sich die Inan­spruch­nah­me des Bun­des in Gren­zen. 35 Mil­lio­nen Euro sind bis­lang über­wie­sen wor­den oder ste­hen unmit­tel­bar vor der Aus­zah­lung. „In 23.600 Fäl­len ist das Geld unter­wegs”, sag­te eine Spre­che­rin des Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums dem „Tages­spie­gel”.

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