Ver­di: Bedin­gung für Tarif­ei­ni­gung im öffent­li­chen Dienst

Angestellte - Sicherheitswesten - Westen - Personen - Männer - Frauen - Verdi - Demonstrationen Foto: Sicht auf Angestellte, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Frank Wer­ne­ke macht dau­er­haf­te Ver­bes­se­run­gen für Gesund­heits­be­schäf­tig­te zur Bedin­gung einer Einigung.

Das sag­te er der „Welt” (Don­ners­tag­aus­ga­be). „Mit uns wird es nur dann einen Tarif­ab­schluss geben, wenn das Gesund­heits­per­so­nal spür­ba­re finan­zi­el­le Ver­bes­se­run­gen erhält”, so Wer­ne­ke. Die Gewerk­schaft for­dert, dass die Beschäf­tig­ten in die­sem Bereich min­des­tens 300 Euro mehr pro Monat bekom­men. Für Pfle­ge­hel­fer zum Bei­spiel kann das ein Gehalts­plus von bis zu 12,8 Pro­zent sein. Für den Rest der Beschäf­tig­ten liegt die For­de­rung nur bei fünf Pro­zent bzw. min­des­tens 150 Euro mehr bei einer Lauf­zeit von zwölf Monaten.

Ein­mal­zah­lun­gen rei­chen der Gewerk­schaft nicht, stell­te Wer­ne­ke klar: „Coro­na-Prä­mi­en kön­nen im Gesamt­ab­schluss zwar eine Rol­le spie­len, aber es geht uns um eine dau­er­haft bes­se­re Bezah­lung im Gesund­heits­we­sen und natür­lich auch für alle ande­ren Beschäf­tig­ten bei den Län­dern.” Ange­sichts der Infla­ti­on gehe es spe­zi­ell um Berufs­grup­pen, die weni­ger ver­die­nen. „Die Prei­se stei­gen der­zeit so stark, dass wir drin­gend die Kauf­kraft sichern müs­sen.” Men­schen mit gerin­gen Ein­kom­men lit­ten beson­ders unter den Aus­wir­kun­gen der Infla­ti­on, wes­halb die For­de­rung nach einem Min­dest­be­trag so wich­tig sei, sag­te Werneke.

Der Ver­di-Chef begrün­de­te sei­ne For­de­rung mit der star­ken Belas­tung des Pfle­ge­per­so­nals an den Uni­kli­ni­ken: „Das recht­fer­tigt eine Son­der­stel­lung und den Wunsch, an einem eige­nen ‘Tisch‘ über die Situa­ti­on dort zu ver­han­deln, was die Arbeit­ge­ber ableh­nen.” Die ableh­nen­de Hal­tung der Tarif­ge­mein­schaft deut­scher Län­der sei ein „ekla­tan­ter Wider­spruch” zu den Ver­spre­chun­gen der Poli­tik, die Bezah­lung und Per­so­nal­aus­stat­tung dau­er­haft zu ver­bes­sern. „Die­se Dop­pel­zün­gig­keit führt wirk­lich zu Wut und Empö­rung bei den Beschäf­tig­ten”, sag­te Werneke.

Ins­ge­samt geht es in den Ver­hand­lun­gen um die Ein­kom­men von etwa 3,5 Mil­lio­nen Men­schen – neben Tarif­be­schäf­tig­ten sind auch Beam­te und Ver­sor­gungs­emp­fän­ger betrof­fen, auf die das Ergeb­nis über­tra­gen wer­den soll. Die drit­te Ver­hand­lungs­run­de ist für den 27. und 28. Novem­ber angesetzt.