Wies­ba­den: Pro­duk­ti­on von Mine­ral­was­ser gestiegen

Wasserflaschen - Regal - REWE - Supermarkt - DiscounterFoto: Wasserflaschen im Regal beim REWE-Supermarkt, Urheber: dts Nachrichtenagentur

Die Mine­ral­was­ser­pro­duk­ti­on ist im ers­ten Quar­tal 2020 um 7,4 Pro­zent auf 3,4 Mil­li­ar­den Liter gegen­über dem Vor­jah­res­quar­tal gestiegen.

Der Anteil der Vari­an­te mit wenig oder ohne Koh­len­säu­re blieb nahe­zu unver­än­dert und lag bei 58,6 Pro­zent, teil­te das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt (Desta­tis) am Frei­tag mit. Seit 2016 wur­de in Deutsch­land mehr Mine­ral­was­ser mit wenig oder ohne Koh­len­säu­re pro­du­ziert als sol­ches mit einem Koh­len­säu­re­ge­halt über 4,5 Gramm CO2/Liter.

Ob stark spru­delnd oder nicht: Mine­ral­was­ser mach­te 2019 mehr als die Hälf­te (52,7 Pro­zent) der pro­du­zier­ten Erfri­schungs­ge­trän­ke in Deutsch­land aus. Zum Ver­gleich: Bei Limo­na­den war es dage­gen nur ein Zehn­tel (9,8 Pro­zent) der Produktionsmenge.

Ins­ge­samt pro­du­zier­te die Erfri­schungs­ge­trän­ke­indus­trie in Deutsch­land im Jahr 2019 rund 13,7 Mil­li­ar­den Liter natür­li­ches Mine­ral­was­ser. Mehr als die Hälf­te davon (7,8 Mil­li­ar­den Liter) war Mine­ral­was­ser mit wenig oder ohne Koh­len­säu­re („medi­um” oder „still”). Von 2009 bis 2019 hat sich damit die Pro­duk­ti­ons­men­ge der Vari­an­ten „medi­um” und „still” fast ver­dop­pelt (2009: 4,3 Mil­li­ar­den Liter). Die Pro­duk­ti­on von klas­si­schem Spru­del mit hohem Koh­len­säu­re­ge­halt ging dage­gen seit 2009 um 12,2 Pro­zent zurück und belief sich 2019 auf 5,8 Mil­li­ar­den Liter.

Bei den Mine­ral­was­ser­im­por­ten nach Deutsch­land domi­nier­te im Jahr 2019 das Mine­ral­was­ser ohne Koh­len­säu­re mit einem Anteil von 86,6 Pro­zent. Ins­ge­samt wur­den rund 1,1 Mil­li­ar­den Liter Mine­ral­was­ser ein­ge­führt. Seit 2009 ist die Import­men­ge der Vari­an­te „stil­les Was­ser” um rund 10,3 Pro­zent auf 913,8 Mil­lio­nen Liter gestie­gen. Haupt­quel­le ist Frank­reich: 85,9 Pro­zent wur­den 2019 aus dem Nach­bar­staat impor­tiert. Impor­tier­tes Spru­del­was­ser (inklu­si­ve „medi­um”) stamm­te hin­ge­gen oft aus Ita­li­en (59,1 Prozent).

Von Janu­ar bis April 2020 gin­gen die Mine­ral­was­ser­im­por­te im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum um 7,3 Pro­zent auf 323 Mil­lio­nen Liter zurück (Janu­ar bis April 2019: 349 Mil­lio­nen Liter). Ein ande­res Bild zeig­te sich beim Export von Mine­ral­was­ser: Hier über­wog 2019 der Anteil des Mine­ral­was­sers mit Koh­len­säu­re mit rund 64 Pro­zent. Ins­ge­samt wur­den 2019 rund 334 Mil­lio­nen Liter Mine­ral­was­ser aus­ge­führt (2009: 215 Mil­lio­nen Liter).

Auch bei den Mine­ral­was­ser­ex­por­ten gab es Janu­ar bis April 2020 im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum einen Rück­gang von rund 14 Pro­zent auf 96,5 Mil­lio­nen Liter (Janu­ar bis April 2019: 112,2 Mil­lio­nen Liter). Ver­brau­cher muss­ten von 2015 bis 2019 bei Mine­ral­was­ser ohne Koh­len­säu­re einen über­durch­schnitt­li­chen Preis­an­stieg von 7,6 Pro­zent hin­neh­men. Die Ver­brau­cher­prei­se ins­ge­samt stie­gen im glei­chen Zeit­raum um 5,3 Pro­zent. Der Preis­an­stieg für Mine­ral­was­ser mit Koh­len­säu­re – ein­schließ­lich der Vari­an­te „medi­um” – lag im glei­chen Zeit­raum bei 3,9 Prozent.

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