Kom­mu­na­le Spit­zen­ver­bän­de fürch­ten Über­las­tung durch Flüchtlinge

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­de schla­gen ange­sichts eines befürch­te­ten erneu­ten Anstiegs der Zahl von Flücht­lin­gen aus der Ukrai­ne Alarm. „Die Land­krei­se sto­ßen ins­be­son­de­re im Hin­blick auf ihre Unter­brin­gungs­ka­pa­zi­tä­ten an Gren­zen”, sag­te der Prä­si­dent des Deut­schen Land­kreis­tags, Rein­hard Sager, dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land”. Die Zahl der Flücht­lin­ge, die zen­tral in Not­un­ter­künf­ten wie Zel­ten oder Turn­hal­len unter­ge­bracht wor­den sei­en, stei­ge schon jetzt. 

„Wir müs­sen wohl davon aus­ge­hen, dass bei einem wei­te­ren Anstieg der Flücht­lings­zah­len wie­der Zelt­städ­te errich­tet wer­den müs­sen.” Zur Bereit­schaft von Pri­vat­leu­ten, Flücht­lin­gen Unter­künf­te zur Ver­fü­gung zu stel­len, mein­te Sager: „Die Akzep­tanz für sol­che Maß­nah­men schwin­det.” Der Deut­sche Städ­te- und Gemein­de­bund for­der­te Bund und Län­der dazu auf, Not­un­ter­künf­te vor­zu­be­rei­ten. „Die Kom­mu­nen kön­nen nicht die von ein­zel­nen Migra­ti­ons­for­scher pro­gnos­ti­zier­ten Zah­len von 500.000 Men­schen zusätz­lich auf­neh­men, zumal die Zahl der Asy­l­erst­an­trä­ge auch wie­der steigt”, sag­te ein Spre­cher des Städ­te- und Gemein­de­bun­des. „Die Bun­des­re­gie­rung muss sich drin­gend gegen­über der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on für eine soli­da­ri­sche euro­päi­sche Lösung bei der Asyl- und Flücht­lings­po­li­tik ein­set­zen.” In vie­len Städ­ten und Gemein­den sei­en die Auf­nah­me­ka­pa­zi­tä­ten schon jetzt erschöpft. Der Deut­sche Städ­te­tag hat­te sich bereits zuvor ähn­lich geäußert.

Foto: Ankunft von Flücht­lin­gen aus der Ukrai­ne in Deutsch­land, über dts Nachrichtenagentur

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