Mit­ar­bei­ter im Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um gestresst

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um hat intern die hohe Arbeits­be­las­tung kri­ti­siert. Das berich­tet der „Spie­gel” in sei­ner neu­en Aus­ga­be. Gera­de für alle Beschäf­tig­ten, die Fami­lie, Pfle­ge und Beruf ver­ein­ba­ren müss­ten, sei das ein beson­de­res Pro­blem, schrieb Bir­git Mohns ver­gan­ge­ne Woche nach einer Per­so­nal­ver­samm­lung mit Minis­ter Karl Lau­ter­bach (SPD) an die Belegschaft. 

Sie habe die Ant­wort des Minis­ters als unpas­send emp­fun­den, wonach die Arbeits­be­las­tung abneh­me, wenn die Arbeit in guter Qua­li­tät abge­lie­fert wer­de. „Die bekann­te Anzahl der Über­stun­den, Stun­den auf Lang­zeit­kon­ten usw. ste­hen deut­lich für Arbeits­be­las­tung und nicht für schlech­te Arbeits­qua­li­tät”, kri­ti­siert Mohns. Die Gleich­stel­lungs­be­auf­trag­te for­dert unter ande­rem ver­bind­li­che Vor­ga­ben für Arbeits­auf­trä­ge und eine „rea­lis­ti­sche Zeit­span­ne” für deren Erle­di­gung. Auch dür­fe es „kei­ne Ein­bahn­stra­ße” sein, wenn Auf­trä­ge eilig erle­digt wer­den müs­sen. „Dann muss auch die Haus­lei­tung ent­spre­chend auf Vor­la­gen zügig reagie­ren.” Mohns kri­ti­sier­te auch einen rüden Umgangs­ton, „den man frü­her als ‘aso­zi­al‘ beschrie­ben hät­te”. Es mache sie wütend, wie mit man­chen Beschäf­tig­ten im Dau­er­stress umge­gan­gen werde.

Foto: Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­te­ri­um, über dts Nachrichtenagentur

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