SPD-Frak­ti­on ver­tei­digt Plä­ne zur ver­ein­fach­ten Einbürgerung

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – SPD-Frak­ti­ons­vi­ze Dirk Wie­se hat die Plä­ne der Ampel-Koali­ti­on, Ein­bür­ge­run­gen zu ver­ein­fa­chen, gegen Kri­tik ver­tei­digt und auf den Arbeits- und Fach­kräf­te­man­gel ver­wie­sen. „Mit die­sen Vor­schlä­gen machen wir den Stand­ort Deutsch­land auch attrak­ti­ver für Fach­kräf­te und pas­sen unser Recht inter­na­tio­na­len Stan­dards an”, sag­te Wie­se den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Sams­tag­aus­ga­ben). „Wir ver­ram­schen deut­sche Päs­se nicht – wir ent­stau­ben sie.” 

Die Ampel-Koali­ti­on hat­te im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bart, Ein­bür­ge­run­gen zu erleich­tern. Innen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser (SPD) will nun in Kür­ze einen Vor­schlag machen. Im Koali­ti­ons­ver­trag hat­ten die Ampel-Part­ner unter ande­rem ver­ein­bart, die dop­pel­te Staats­bür­ger­schaft zu ermög­li­chen und die Fris­ten für Ein­bür­ge­run­gen zu ver­kür­zen. Die CSU warf der Koali­ti­on nun vor, den deut­schen Pass „ver­ram­schen” zu wol­len. Mit der geplan­ten Reform tra­ge die Koali­ti­on „den gesell­schaft­li­chen Rea­li­tä­ten Rech­nung”, ent­geg­ne­te Wie­se. „Dazu gehört, den Men­schen, die in unser Land kom­men, um hier zu arbei­ten, zu ermög­li­chen auch lang­fris­tig Fuß zu fas­sen und sich hier zuhau­se zu füh­len.” Die drin­gend benö­tig­ten Arbeits­kräf­te kämen und blie­ben nur, „wenn sie auch gleich­be­rech­tig­ter Teil unse­rer Gesell­schaft wer­den kön­nen”, so der SPD-Poli­ti­ker. Auch mit der dop­pel­ten Staats­bür­ger­schaft erken­ne die Koali­ti­on „die Lebens­rea­li­tä­ten im 21. Jahr­hun­dert” an. „Men­schen soll­ten nicht mehr gezwun­gen sein, sich für eine Staats­bür­ger­schaft zu ent­schei­den. Ganz im Gegen­teil”, sag­te Wie­se. „Das Kon­zept der Dop­pel­staats­bür­ger­schaft ist inner­halb der EU gut eta­bliert. Für die Genera­ti­on der Gast­ar­bei­ter war es eine gro­ße Belas­tung sich für eine Staats­bür­ger­schaft und damit gegen eine ande­re aus­spre­chen zu müs­sen”, sag­te er.

Foto: Deutsch­land­fah­ne über dem Reichs­tags­ge­bäu­de, über dts Nachrichtenagentur

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