Geheim­dienst­ler dür­fen bei Bewir­tun­gen mehr Spe­sen machen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Nach­rich­ten­diens­te des Bun­des dür­fen künf­tig für Bewir­tun­gen deut­lich mehr aus­ge­ben als die bis­lang übli­chen 30 Euro pro Per­son, zumin­dest bei „Anläs­sen von beson­de­rer Bedeu­tung”. Das hat das Bun­des­kanz­ler­amt dem Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz, dem Bun­des­nach­rich­ten­dienst und dem Mili­tä­ri­schen Abschirm­dienst in als geheim ein­ge­stuf­ten Schrei­ben mit­ge­teilt. Anlass der Ände­rung durch die Bun­des­re­gie­rung ist, dass der Bun­des­rech­nungs­hof, der die Aus­ga­ben aller Behör­den prüft, den Ver­fas­sungs­schutz wegen zu hoher Kos­ten bei einer Tagung kri­ti­siert hat­te, schreibt der „Spie­gel”.

Im Sep­tem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res war eine Dele­ga­ti­on eines aus­län­di­schen Nach­rich­ten­diens­tes bei die­sem Ter­min auf­wen­dig bewir­tet wor­den. Für das Abend­essen waren Kos­ten von 143 Euro pro Per­son ent­stan­den und für das Mit­tag­essen sogar von 203 Euro pro Per­son, also bis zu 577 Pro­zent mehr als eigent­lich erlaubt. Das Par­la­men­ta­ri­sche Kon­troll­gre­mi­um des Bun­des­tags, das die Arbeit der Nach­rich­ten­diens­te kon­trol­liert, hat­te sich dar­auf­hin dafür ein­ge­setzt, den Prä­si­den­ten der Nach­rich­ten­diens­te einen „Ermes­sens­spiel­raum” bei sol­chen Anläs­sen zu ermög­li­chen. Aus­län­di­sche Diens­te sei­en hier­bei wesent­lich spen­da­bler als die deutschen.

Foto: Bun­des­nach­rich­ten­dienst, über dts Nachrichtenagentur

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