Wirt­schafts­wei­se emp­fiehlt „war­me Socken” statt Heizung

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die neue Vor­sit­zen­de der Wirt­schafts­wei­sen, Moni­ka Schnit­zer, hat vor fal­schen Anrei­zen durch die Gas­preis­brem­se gewarnt. „Die Poli­tik muss deut­lich machen, dass die Ver­brau­cher wei­ter Ener­gie spa­ren müs­sen. Das Gebot lau­tet: Hei­zung nied­ri­ger stel­len, war­me Socken kau­fen”, sag­te sie den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Sonn­tag­aus­ga­ben).

„Ich habe mei­ne Zwei­fel, ob das gut genug kom­mu­ni­ziert wird. Die Über­nah­me des Dezem­ber-Abschlags darf nicht dazu füh­ren, dass die Leu­te das als Frei­brief ver­ste­hen.” For­de­run­gen nach „Ent­las­tun­gen” auch bei Öl und Pel­lets wies die Münch­ner Öko­no­mie­pro­fes­so­rin zurück. „Die Gas­kun­den lan­den mit der Preis­brem­se dort, wo die Kun­den mit Öl- oder Pel­let­hei­zun­gen ohne­hin sind”, sag­te sie. „Spe­zi­el­le Ent­las­tun­gen hal­te ich daher nicht für erfor­der­lich.” Schnit­zer sprach sich dafür aus, Unter­neh­men die Aus­zah­lung von Boni und Divi­den­den zu ver­bie­ten, soll­ten sie von der Gas­preis­brem­se pro­fi­tie­ren. „Ich ver­ste­he den Unmut über Boni- und Divi­den­den­zah­lun­gen, wenn Unter­neh­men staat­lich unter­stützt wer­den”, sag­te die Vor­sit­zen­de des Sach­ver­stän­di­gen­rats Wirt­schaft. „Das zu erlau­ben, wäh­rend die Gas­preis­brem­se greift, wäre nicht plausibel.”

Foto: Hei­zung, über dts Nachrichtenagentur

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