Ampel­ko­ali­ti­on strei­tet über Reform des Staatsbürgerrechts

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – In der Ampel­ko­ali­ti­on ist ein Streit über die Plä­ne von Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser (SPD) ent­brannt, das Staats­bür­ger­recht zu refor­mie­ren und Ein­bür­ge­run­gen zu erleich­tern. Poli­ti­ker der SPD wie­sen Vor­be­hal­te aus der FDP im „Han­dels­blatt” (Diens­tags­aus­ga­be) zurück. Der Co-Chef der SPD-Lin­ken, Sebas­ti­an Rol­off, sag­te der Zei­tung: „Ich emp­feh­le den Kol­le­gen, sich stär­ker als ver­ant­wort­li­cher Teil der Koali­ti­on zu ver­ste­hen und der Uni­on nicht bei der nächs­ten Kam­pa­gne auf den Leim zu gehen.” 

Die FDP habe sich zudem selbst „eine libe­ra­le Migra­ti­ons­po­li­tik auf die Fah­nen geschrie­ben”. FDP-Gene­ral­se­kre­tär Bijan Djir-Sarai hat­te den Zeit­punkt für die Ein­bür­ge­rungs­plä­ne zuvor als falsch bezeich­net und auf die man­geln­den Fort­schrit­te bei der Rück­füh­rung und bei der Bekämp­fung der ille­ga­len Migra­ti­on hin­ge­wie­sen. Auch die Uni­on hat­te sich ableh­nend geäu­ßert. Die SPD erin­ner­te an die im Koali­ti­ons­ver­trag ange­kün­dig­te Erleich­te­rung für Aus­län­der, in Deutsch­land eine deut­sche Staats­an­ge­hö­rig­keit zu erhal­ten. „Dass wir die pro­gres­si­ven The­men, die wir im Koali­ti­ons­ver­trag in dem Bereich fest­hal­ten konn­ten, nun umset­zen, dürf­te nie­man­den über­ra­schen”, sag­te Rol­off. Sein Frak­ti­ons­kol­le­ge Ralf Ste­g­ner ergänz­te, „eine der wesent­li­chen Begrün­dun­gen für die­se Fort­schritts­ko­ali­ti­on” sei eine „pro­gres­si­ve und moder­ne Ein­wan­de­rungs­po­li­tik”, die bis­lang von den Kon­ser­va­ti­ven blo­ckiert wor­den sei. „Das wer­den wir auch umset­zen, nicht zuletzt, um den Fach­kräf­te­man­gel wirk­sam zu bekämpfen.”

Foto: Per­so­nal­aus­weis, über dts Nachrichtenagentur

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