Debat­te um Index­mie­ten geht weiter

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die SPD for­dert von Bun­des­jus­tiz­mi­nis­ter Mar­co Busch­mann (FDP) mehr Tem­po bei ver­meint­li­chen Ver­bes­se­run­gen für Mie­ter. Die Miet­rechts­ex­per­tin der Bun­des­tags­frak­ti­on, Zan­da Mar­tens, sag­te der „Rhei­ni­schen Post” (Diens­tag): „Ich hof­fe, dass der Druck, den die Mie­ter spü­ren, auch im Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um ankommt und wir uns als Abge­ord­ne­te zeit­nah mit einem kon­kre­ten Geset­zes­ent­wurf aus­ein­an­der­set­zen kön­nen.” Dabei gehe es unter ande­rem um die Aus­wei­tung des Miet­spie­gels, um die Anpas­sung der Kap­pungs­gren­ze sowie die Ver­län­ge­rung der Mietpreisbremse. 

Sie läuft 2025 aus. Ange­sichts der vie­len drin­gen­den Pro­ble­me auf dem Miet­markt brau­che man dazu jetzt „sehr schnell” neue Rege­lun­gen, so Mar­tens. Die SPD-Poli­ti­ke­rin sprach sich zudem für eine Dämp­fung von Index­mie­ten aus, bei denen Miet­erhö­hun­gen an die Ent­wick­lung der Ver­brau­cher­prei­se gekop­pelt sind. Da die Infla­ti­ons­ra­te zwi­schen­zeit­lich mit Wer­ten von über zehn Pro­zent dra­ma­tisch ange­stie­gen sei, „besteht unmit­tel­ba­rer Hand­lungs­be­darf”. So sol­le künf­tig der Index statt auf die Infla­ti­ons­ra­te auf die Net­to­kalt­mie­ten aus­ge­rich­tet wer­den. Dies sei „eine sicher kal­ku­lier­ba­re, rechts­si­che­re, ver­läss­li­che und auch leicht umsetz­ba­re Lösung”, erklär­te Mar­tens. Ent­spre­chen­de Initia­ti­ven aus den Län­dern lie­gen laut „Rhei­ni­sche Post” auch dem Bun­des­rat vor. Kri­ti­ker sol­cher Vor­ha­ben wen­den immer wie­der ein, dass eine gesetz­li­che Begren­zung von Mie­ten das an machen Orten bestehen­de Pro­blem Wohn­raum­man­gel nicht lösen und viel­leicht sogar ver­schär­fen kann.

Foto: ´Gegen Miete´-Graffiti an einer Haus­wand in Ber­lin-Neu­kölln, über dts Nachrichtenagentur

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