Ver­mie­ter schla­gen wegen Fern­wär­me­prei­sen Alarm

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Ver­mie­ter in Deutsch­land war­nen vor den sozia­len Fol­gen der teils dras­tisch gestie­ge­nen Fern­wär­me­prei­se. „Der Preis­an­stieg ver­teu­ert das Woh­nen und ist sozia­ler Spreng­stoff”, sag­te der Direk­tor des Ver­bands nord­deut­scher Woh­nungs­un­ter­neh­men (VNW), Andre­as Breit­ner, dem „Han­dels­blatt” (Diens­tag­aus­ga­be). Es wer­fe Fra­gen auf, wenn Ener­gie­ver­sor­ger ankün­dig­ten, dass die Fern­wär­me­kos­ten sich auf einen Schlag ver­drei­fa­chen oder sogar vervierfachen. 

„Eine Preis­ex­plo­si­on die­ser Wucht lässt sich auch in Zei­ten all­ge­mein stei­gen­der Ener­gie­prei­se beim bes­ten Wil­len nicht ver­mit­teln.” Breit­ner beton­te, Preis­stei­ge­run­gen müss­ten erklär­bar und nach­voll­zieh­bar sein. „Da, wo dies nicht nach­voll­zieh­bar ist, muss ein­ge­grif­fen wer­den.” Der Mie­ter­bund zeig­te sich offen für jede Maß­nah­me, die dazu bei­tra­ge, die mit Fern­wär­me ver­sorg­ten Haus­hal­te bes­ser zu schüt­zen. „Die feh­len­de Preis­trans­pa­renz bei Fern­wär­me ist seit Jah­ren bekannt und wird poli­tisch bis­her kaum adres­siert”, sag­te die Bun­des­di­rek­to­rin des Ver­bands, Mela­nie Weber-Moritz, dem „Han­dels­blatt” (Diens­tag­aus­ga­be). Breit­ner, des­sen Ver­band in Ham­burg, Meck­len­burg-Vor­pom­mern und Schles­wig-Hol­stein ins­ge­samt 406 Woh­nungs­ge­nos­sen­schaf­ten und Woh­nungs­ge­sell­schaf­ten ver­tritt, hält das Kar­tell­amt aller­dings eher nicht für geeig­net, den Miss­stän­den nach­zu­ge­hen. Die Behör­de grei­fe aus sei­ner Sicht zu sel­ten und zu spät ein. „Wir brau­chen eine unab­hän­gi­ge Behör­de, die stän­dig die Prei­se für Fern­wär­me beob­ach­tet, kon­trol­liert und umge­hend eingreift.”

Foto: Hei­zung, über dts Nachrichtenagentur

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