Bay­erns Innen­mi­nis­ter ver­langt stren­ge­res Waffenrecht

Mün­chen (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Vor­sit­zen­de der Innen­mi­nis­ter­kon­fe­renz, Joa­chim Herr­mann (CSU), for­dert ein schär­fe­res Waf­fen­recht. „Klar ist, und da sind wir uns einig, dass wir alles dafür tun müs­sen, dass Extre­mis­ten kei­ne Waf­fe in die Hand bekom­men”, sag­te der baye­ri­sche Res­sort­chef den Sen­dern RTL und ntv. Da sei es egal, ob es um Rechts­extre­mis­ten, Links­extre­mis­ten oder Isla­mis­ten gehe. 

„Bei allen, wo wir das Risi­ko sehen, dass die Waf­fen womög­lich dann auch unmit­tel­bar zur Gewalt gegen Men­schen ein­set­zen könn­ten, da muss von vorn­her­ein klar sein, dass sie kei­nen Waf­fen­schein, dass sie kei­ne waf­fen­recht­li­che Erlaub­nis bekom­men und damit auch kei­nen Zugang legal zu Waf­fen zu kom­men”. Das müs­se noch mal klar gemacht wer­den. „Und da müs­sen wir übri­gens auch deut­lich machen, in sol­chen Fäl­len braucht es auch die Aus­kunft vom Ver­fas­sungs­schutz”, so Herr­mann. Nach der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung darf der Ver­fas­sungs­schutz nur Daten wei­ter­ge­ben, wenn kon­kre­te Straf­ta­ten unmit­tel­bar bevor­ste­hen oder began­gen wor­den sind. „Das hilft dann nicht wei­ter”, sag­te der CSU-Poli­ti­ker. „Wenn wir wis­sen, da ist jemand wohl in extre­mis­ti­schen Krei­sen unter­wegs, muss klar sein, dann brau­chen die Waf­fen­be­hör­den die Infor­ma­tio­nen und sol­che Leu­te dür­fen kei­ne Waf­fen­er­laub­nis bekommen.”

Foto: Sport­waf­fen, über dts Nachrichtenagentur

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