Unmut in Bau- und Immo­bi­li­en­bran­che wächst

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – In der Bau- und Immo­bi­li­en­wirt­schaft wächst der Unmut dar­über, dass der Bau von bezahl­ba­rem Wohn­raum in Deutsch­land sta­gniert. Noch in die­ser Woche sol­le sei­tens ver­schie­de­ner Ver­bän­de ein „deut­li­ches Signal” an die Bun­des­re­gie­rung gesen­det wer­den, berich­ten die Sen­der RTL und ntv unter Beru­fung auf meh­re­re mit der Sache ver­trau­te Per­so­nen. Dem­nach soll es unter ande­rem einen Zwölf-Punk­te-Plan geben, in dem Bun­des­bau­mi­nis­te­rin Kla­ra Gey­witz (SPD) und Bun­des­kanz­ler Olaf Scholz (SPD) zum Han­deln auf­ge­ru­fen wer­den und gefor­dert wird, den Woh­nungs­bau in Deutsch­land zur Chef­sa­che zu machen. 

Dar­in wird unter ande­rem auch gefor­dert, geziel­ter auf seri­el­les Bau­en zu set­zen. Skep­tisch zur Gesamt­la­ge äußer­te sich Axel Gedasch­ko, Prä­si­dent des Spit­zen­ver­ban­des der Woh­nungs­wirt­schaft GdW. „Wir sind in Deutsch­land nicht mehr in der Lage, bezahl­ba­ren Wohn­raum zu schaf­fen”, sag­te er den Sen­dern. Gedasch­ko füg­te hin­zu, dass man in die­sem Jahr (2022) ledig­lich mit dem Bau von ca. 250.000 neu­en Woh­nun­gen rech­ne – 2023 sei­en es dann schät­zungs­wei­se nur noch 200.000. Wei­ter sag­te der GdW-Prä­si­dent: „Im Jahr 2024 – wenn nichts Bedeu­ten­des pas­siert – wird das noch weni­ger sein. Wir ent­fer­nen uns also immer wei­ter von der Zahl 400.000. Die Vor­aus­set­zun­gen sind dra­ma­tisch schlecht und mit Ansa­ge bricht jetzt der Woh­nungs­bau ein.”

Foto: Bau­stel­le, über dts Nachrichtenagentur

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