UN-Getrei­de­ab­kom­men wer­den offen­bar umgesetzt

Berlin/Kiew (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die bei­den UN-Getrei­de­ab­kom­men zur Sicher­stel­lung der Aus­fuhr von Getrei­de, Nah­rungs­mit­teln und Dün­ge­mit­teln aus ukrai­ni­schen Schwarz­meer-Häfen in afri­ka­ni­sche Staa­ten und Län­der im Nahen Osten wer­den offen­bar wie ver­ein­bart umge­setzt. Seit Inkraft­tre­ten der Ver­ein­ba­run­gen und bis Mit­te Novem­ber sind nach Infor­ma­tio­nen der deut­schen Bun­des­re­gie­rung 456 Fracht­schif­fe, bela­den mit mehr als 10,7 Mil­lio­nen Ton­nen Agrar­er­zeug­nis­se in ukrai­ni­schen Häfen abge­fer­tigt wor­den. „Das hat zu einer Ent­las­tung der glo­ba­len Ver­sor­gungs­la­ge bei­getra­gen und zu deut­li­chen Preis­re­du­zie­run­gen für Getrei­de geführt”, schreibt die Bun­des­re­gie­rung in ihrer Ant­wort auf eine Klei­ne Anfra­ge der Linksfraktion. 

Die Ukrai­ne und Russ­land hat­ten im Juli zwei Abkom­men mit den Ver­ein­ten Natio­nen und der Tür­kei zur Ent­schär­fung der Nah­rungs­mit­tel­kri­se beschlos­sen. Damit soll­ten die kriegs­be­dingt blo­ckier­te Aus­fuhr von ukrai­ni­schem Getrei­de und ande­ren Agrar­mit­teln von drei Schwarz­meer-Häfen ermög­licht sowie die sank­ti­ons­be­dingt ein­ge­schränk­ten Aus­fuh­ren von Getrei­de und Dün­ger aus Russ­land erleich­tert wer­den. Die ers­te Initia­ti­ve für den Export von Getrei­de, Nah­rungs­mit­teln und Dün­ge­mit­teln war ursprüng­lich für 120 Tage vor­ge­se­hen gewe­sen. Sie wur­de mit Ablauf der Frist am 19. Novem­ber um wei­te­re vier Mona­te ver­län­gert. In einer zwei­ten Initia­ti­ve hat­ten das Sekre­ta­ri­at der Ver­ein­ten Natio­nen und Russ­land ein „Memo­ran­dum of Under­stan­ding” zur För­de­rung des Zugangs rus­si­scher Lebens- und Dün­ge­mit­tel zu den Welt­märk­ten unter­zeich­net. Damit ver­pflich­te­te sich Russ­land, den unge­hin­der­ten Export von Lebens­mit­teln, Son­nen­blu­men­öl und Dün­ge­mit­teln aus den von der Ukrai­ne kon­trol­lier­ten Schwarz­meer­hä­fen zu gewähr­leis­ten. Die Gel­tungs­dau­er die­ser Über­ein­kunft betra­ge drei Jahre.

Foto: Wei­zen, über dts Nachrichtenagentur

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