Uni­per lei­tet Schieds­ge­richts­ver­fah­ren gegen Gaz­prom ein

Düs­sel­dorf (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Der Ener­gie­kon­zern Uni­per zieht gegen das rus­si­sche Unter­neh­men Gaz­prom vor ein inter­na­tio­na­les Schieds­ge­richt. Man habe ein ent­spre­chen­des Ver­fah­ren gegen die rus­si­sche Gaz­prom Export (GPE) ein­ge­lei­tet, teil­te Uni­per am Mitt­woch mit. Es soll dem­nach in Stock­holm stattfinden. 

Der deut­sche Kon­zern macht dabei Scha­dens­er­satz­an­sprü­che gel­tend, die dem Unter­neh­men nach eige­nen Anga­ben im Zusam­men­hang mit den von GPE seit Juni nicht gelie­fer­ten Gas­men­gen ent­stan­den sein sol­len. Uni­per müs­se Ersatz­men­gen zu höhe­ren Kos­ten beschaf­fen, um die eige­nen Lie­fer­ver­pflich­tun­gen gegen­über sei­nen Kun­den auf Grund­la­ge der in der Ver­gan­gen­heit ver­ein­bar­ten Prei­se und Men­gen erfül­len zu kön­nen, hieß es zur Begrün­dung. Dies füh­re dazu, dass man die gesam­ten Wie­der­be­schaf­fungs­kos­ten zu tra­gen habe. Allein die­se Gas­er­satz­kos­ten belau­fen sich laut Uni­per der­zeit auf „min­des­tens 11,6 Mil­li­ar­den Euro”. Ein wei­te­rer Anstieg bis Ende 2024 wer­de zudem erwar­tet. „Wir wer­den in die­sem Ver­fah­ren die Erstat­tung unse­res erheb­li­chen finan­zi­el­len Scha­dens ein­for­dern”, sag­te Uni­per-Chef Klaus-Die­ter Mau­bach. „Es geht um Gas­men­gen, die mit Gaz­prom ver­trag­lich ver­ein­bart, aber nicht gelie­fert wur­den und für die wir zu extrem hohen Markt­prei­sen Ersatz beschaf­fen muss­ten und immer noch müssen.”

Foto: Uni­per, über dts Nachrichtenagentur

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