Kran­ken­haus­ge­sell­schaft: RSV-Wel­le bei Kin­dern nicht gebrochen

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die Deut­sche Kran­ken­haus­ge­sell­schaft (DKG) rech­net mit einer wei­ter stei­gen­den Zahl an Atem­wegs­er­kran­kun­gen bei Kin­dern in den kom­men­den Tagen. „Wir müs­sen damit rech­nen, dass die RSV-Wel­le noch eini­ge Tage ansteigt”, sag­te DKG-Chef Gerald Gaß dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land”. „In Frank­reich wur­de der Höhe­punkt gera­de über­schrit­ten, und wir sind rund zehn Tage hin­ter­her. Wir hof­fen, dass wir im Lau­fe der kom­men­den Woche den Höhe­punkt über­schrit­ten haben.” 

Beson­ders aus Bal­lungs­zen­tren gibt es seit Tagen Mel­dun­gen über Über­las­tun­gen der Kin­der­sta­tio­nen und Errei­chen der Kapa­zi­täts­gren­zen in Kin­der­kli­ni­ken. Die Per­so­nal­la­ge sei „ange­spannt”, sag­te Gaß. „Wir haben noch immer deut­lich höhe­re Kran­ken­stän­de als in nor­ma­len Zei­ten.” Als Grund führt der Vor­stands­vor­sit­zen­de der Kran­ken­haus­ge­sell­schaft die begin­nen­de Grip­pe­ze­it und die coro­nabe­ding­te Iso­la­ti­on und Qua­ran­tä­ne­pflicht an. „Das führt wie­der­um dazu, dass Inten­siv­bet­ten auch im Kin­der­be­reich nicht betreib­bar sind.” Zwar gebe es RSV-Wel­len jedes Jahr, „die­ses Jahr ist die Wel­le aber beson­ders stark”. Es gebe wahr­schein­lich eine Art Nach­hol­ef­fekt, „denn in den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben Kin­der durch Coro­na-Maß­nah­men wie Kita-Schlie­ßun­gen weni­ger Kon­takt mit Viren gehabt”, sag­te Gaß dem RND.

Foto: Kran­ken­haus, über dts Nachrichtenagentur

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