Beam­te erhal­ten höhe­ren Sold wegen Bürgergeld-Einführung

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Wegen der zum Jah­res­wech­sel stei­gen­den Grund­si­che­rung wird auch die Beam­ten­be­sol­dung ange­ho­ben. Hin­ter­grund ist die Unter­schrei­tung des vor­ge­se­he­nen Lohn­ab­stan­des von 15 Pro­zent durch die Ein­füh­rung des Bür­ger­gel­des, berich­tet die „Bild”. Jede Ver­än­de­rung bei der Grund­si­che­rung habe unmit­tel­ba­re Aus­wir­kun­gen auf die Besol­dung und Ver­sor­gung im Beam­ten­be­reich des Bun­des sowie der Län­der, bestä­tig­te ein Spre­cher des hes­si­schen Finanz­mi­nis­te­ri­ums in Wiesbaden. 

Hes­sens Regie­rungs­frak­tio­nen haben dem­nach bereits einen umfas­sen­den und weit­rei­chen­den Geset­zes­ent­wurf ein­ge­bracht, der der­zeit bera­ten wer­de. Die­ser mar­kie­re „einen wich­ti­gen Zwi­schen­schritt zur ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Besol­dung in Hes­sen”. Ein Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts von 2020 besagt, dass die Beam­ten­be­sol­dung 15 Pro­zent über der Grund­si­che­rung lie­gen muss. Das Land Ber­lin teil­te der Zei­tung mit, dass es „wegen der Ein­füh­rung des Bür­ger­gelds im inten­si­ven Aus­tausch mit den ande­ren Län­dern und dem Bund, auch bezüg­lich mög­li­cher Aus­wir­kun­gen auf die Besol­dung der beam­te­ten Dienst­kräf­te und der Höhe der fami­li­en­be­zo­ge­nen Besol­dungs­be­stand­tei­le” ste­he. Die „Amts­an­ge­mes­sen­heit der Ali­men­ta­ti­on” wer­de das Land Ber­lin „auch nach Ein­füh­rung des Bür­ger­gel­des sicher­stel­len”, hieß es wei­ter. Ein Spre­cher des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums bestä­tig­te eben­so, dass der „Min­dest­ab­stand zur Grund­si­che­rung” bei der Bezah­lung der Beam­ten sicher­ge­stellt wer­den müs­se. Denn auch ein Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts aus dem Jahr 2017 besagt, dass „eine Ver­let­zung des Min­dest­ab­stands zur sozi­al­hil­fe­recht­li­chen Grund­si­che­rung in den unte­ren und mitt­le­ren Besol­dungs­grup­pen (…) Aus­wir­kun­gen auf alle höhe­ren Besol­dungs­grup­pen und auf alle Besol­dungs­ord­nun­gen” hat.

Foto: Euro­mün­zen, über dts Nachrichtenagentur

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