Ener­gie­kri­se lässt Kurz­ar­beit in der Indus­trie leicht steigen

Mün­chen (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Erst­mals seit Janu­ar steigt wie­der die Zahl der Kurz­ar­bei­ter. Von August auf Novem­ber nahm sie zu von 76.000 auf 187.000, teil­te das Münch­ner Ifo-Insti­tut am Frei­tag auf Basis einer Schät­zung mit. Dazu wer­den eige­ne Umfra­gen und Zah­len der Bun­des­agen­tur für Arbeit genutzt. 

Zuwachs gab es dem­nach vor allem in der Indus­trie: Dort stieg die Zahl der Kurz­ar­bei­ter von 59.000 auf 151.000 Beschäf­tig­te. „Ins­be­son­de­re die ener­gie­in­ten­si­ven Indus­trien und die Auto­mo­bil­in­dus­trie grei­fen wie­der ver­mehrt zur Kurz­ar­beit. Dies steht im Ein­klang mit der zuletzt schwä­cheln­den Pro­duk­ti­on in die­sen Bran­chen”, sag­te Sebas­ti­an Link, For­scher am Ifo-Insti­tut. In der Auto­in­dus­trie nahm die Zahl eben­falls zu, von 14.100 auf 33.400 Men­schen, in der Che­mie­bran­che von 7.400 auf 21.200. „Im Ver­gleich zu den letz­ten Coro­na-Win­tern ist das Niveau der Kurz­ar­beit aller­dings immer noch sehr gering”, sag­te Link. Im Novem­ber 2021 lag die Gesamt­zahl bei 750.000 Kurzarbeitern.

Foto: Stahl­pro­duk­ti­on, über dts Nachrichtenagentur

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