SPD-Che­fin freut sich über Urteil gegen AfD-Poli­ti­ker Maier

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – SPD-Che­fin Saskia Esken freut sich über das Urteil gegen den ehe­ma­li­gen AfD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Jens Mai­er. Das Dienst­ge­richt Leip­zig hat­te am Don­ners­tag ent­schie­den, dass der ehe­ma­li­ge Rich­ter nicht in sei­nen Job zurück­keh­ren darf, son­dern in den Ruhe­stand ver­setzt wer­den soll. „Die Demo­kra­tie muss wehr­haft sein”, kom­men­tier­te Esken die­se Ent­schei­dung am Frei­tag in der RTL/ntv-Sen­dung „Früh­start”.

„Ganz klar. Wer die Ver­fas­sung ablehnt, wer gegen Min­der­hei­ten hetzt, gegen Frau­en auch, der muss sich schon fra­gen las­sen, ob er rich­tig ist oder sie rich­tig ist an der Stel­le Recht zu spre­chen in unse­rem Land oder an ande­ren Schalt­stel­len auch unse­rer öffent­li­chen Ver­wal­tung tätig zu sein.” Da müs­sen man „schon genau­er hin­schau­en”, so die SPD-Che­fin. „Ich begrü­ße es, die Ent­schei­dung dort in Sach­sen”, sag­te Esken. Mai­er war 1997 Rich­ter am Land­ge­richt Dres­den gewor­den und blieb dort bis 2017 zustän­dig für Zivil­sa­chen. Anschlie­ßend war er bis 2021 für die AfD Mit­glied des Deut­schen Bun­des­tags. Ab 2019 bis zu sei­ner offi­zi­el­len Auf­lö­sung war er Obmann des soge­nann­ten „Flü­gels” inner­halb der Par­tei. Der säch­si­sche Ver­fas­sungs­schutz stuf­te Mai­er als Rechts­ex­tre­mis­ten ein.

Foto: Jens Mai­er, über dts Nachrichtenagentur

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