Nie­der­sach­sen muss VW-Son­der­di­vi­den­de versteuern

Han­no­ver (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Das Land Nie­der­sach­sen muss auf die geplan­te Son­der­di­vi­den­de von Volks­wa­gen aus den Erlö­sen des Por­sche-Bör­sen­gangs Steu­ern an den Bund und die Stadt Han­no­ver abfüh­ren. Das geht aus einer Ant­wort des Lan­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums auf eine Anfra­ge der „Welt am Sonn­tag” her­vor. Dem­nach fließt die Divi­den­de in Höhe von 1,12 Mil­li­ar­den Euro zunächst in die lan­des­ei­ge­ne Han­no­ver­sche Betei­li­gungs­ge­sell­schaft (HanBG).

Deren Über­schüs­se „unter­lie­gen im Rah­men der übli­chen Steu­er­pflicht der Kör­per­schaft- und Gewer­be­steu­er­pflicht”, erklär­te eine Spre­che­rin. Rech­net man mit dem Kör­per­schaft­steu­er­satz von 15 Pro­zent auf die vol­le Sum­me, dann wären 168 Mil­lio­nen Euro fäl­lig, außer­dem 188 Mil­lio­nen Euro Gewer­be­steu­er für die Stadt Han­no­ver. Das Land ist dar­über hin­aus ver­pflich­tet, etwas mehr als die Hälf­te der Brut­to-Divi­den­de an die VW-Stif­tung zu über­wei­sen – und zwar aus dem Haus­halt. „Es ist geplant, dass die HanBG einen ent­spre­chen­den Betrag aus ihrem Gewinn an das Land aus­schüt­tet”, sag­te die Spre­che­rin. Dar­auf wür­den Kapi­tal­ertrag­steu­ern und Soli fäl­lig. Wie hoch die Über­wei­sung sein wird, ist nicht klar. Bei 600 Mil­lio­nen Euro wür­de der Bund wei­te­re 183 Mil­lio­nen Euro Steu­ern kassieren.

Foto: VW-Werk am Mit­tel­land­ka­nal in Wolfs­burg, über dts Nachrichtenagentur

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