NRW-Lan­des­re­gie­rung will Flücht­lin­ge in Mes­sen unterbringen

Düs­sel­dorf (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Die NRW-Lan­des­re­gie­rung sucht bei ihren Bemü­hun­gen, die Zahl der Unter­brin­gungs­plät­ze für Flücht­lin­ge zu erhö­hen, über­all im Land Flä­chen, die für den Auf­bau von Not­un­ter­künf­ten geeig­net sind. „Wich­tig ist, dass die Flä­chen, die für die Unter­brin­gung von Geflüch­te­ten infra­ge kom­men, bereits fer­tig erschlos­sen sind”, sag­te NRW-Inte­gra­ti­ons­mi­nis­te­rin Jose­fi­ne Paul (Grü­ne) der „West­deut­schen All­ge­mei­nen Zei­tung” (Mon­tags­aus­ga­be). „Selbst auf erschlos­se­nen Flä­chen dau­ert es bis zu zwölf Wochen, bis Not­un­ter­künf­te wie zum Bei­spiel Zelt­städ­te oder Con­tai­ner voll­stän­dig nutz­bar sind und den Brand­schutz­vor­schrif­ten entsprechen.” 

Auf der Suche nach mög­li­chen neu­en Unter­künf­ten für Geflüch­te­te nimmt NRW der­zeit auch inten­siv die Mög­lich­keit in den Blick, Plät­ze auf Mes­se­ge­län­den und in Mes­se­hal­len zu schaf­fen. „Die Bezirks­re­gie­rung Det­mold prüft im Kreis Lip­pe eine Mög­lich­keit, künf­tig Geflüch­te­te auf einem Mes­se­ge­län­de unter­zu­brin­gen”, so Paul. Kri­tisch äußer­te sich die Minis­te­rin über den Zustand der Lie­gen­schaf­ten, die der Bund dem Land für die schnel­le Auf­sto­ckung der Kapa­zi­tä­ten ange­bo­ten hat: „Die Lis­te mit 30 Bun­des­im­mo­bi­li­en, die wir von der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en (Bima) bekom­men haben, ist lei­der über­ar­bei­tungs­be­dürf­tig. Die Flä­chen und Gebäu­de, die uns ange­bo­ten wur­den, sind zum Teil in einem so schlech­ten Zustand, dass sie kurz­fris­tig nicht für die Unter­brin­gung von Geflüch­te­ten infra­ge kommen.”

Foto: Ankunft von Flücht­lin­gen aus der Ukrai­ne in Deutsch­land, über dts Nachrichtenagentur

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