Grü­ne for­dern „Paris-Moment” bei UN-Biodiversitätskonferenz

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Grü­nen-Frak­ti­ons­chefin Brit­ta Haßel­mann dringt auf ein ehr­gei­zi­ges Abkom­men zwi­schen den Staa­ten bei der anste­hen­den Bio­di­ver­si­täts­kon­fe­renz in Mont­re­al. Von der Kon­fe­renz müs­se ein „Paris-Moment” aus­ge­hen, sag­te sie den Zei­tun­gen der Fun­ke-Medi­en­grup­pe (Mon­tags­aus­ga­ben). „Wie damals in Paris muss die inter­na­tio­na­le Staa­ten­ge­mein­schaft zei­gen, dass sie auch unter schwie­ri­gen Vor­aus­set­zun­gen hand­lungs­fä­hig ist.” 

Immer mehr Tier- und Pflan­zen­ar­ten kämpf­ten welt­weit ums Über­le­ben. „Die Lage ist dra­ma­tisch.” Die Men­schen sei­en auf sen­si­ble Öko­sys­te­me ange­wie­sen. „Unse­re Lebens­mit­tel, das Was­ser, das wir trin­ken, und die Luft, die wir atmen, wer­den durch bio­lo­gi­sche Viel­falt pro­du­ziert.” Die Natur sei wie ein rie­si­ges Netz. „Wenn zu vie­le Fäden rei­ßen, haben wir ein rie­si­ges Pro­blem.” Deutsch­land und die EU setz­ten sich des­halb dafür ein, 30 Pro­zent der Flä­che an Land und auf dem Meer bis zum Jahr 2030 unter Ein­bin­dung der loka­len und indi­ge­nen Gemein­schaf­ten unter Schutz zu stel­len, sag­te Haßel­mann den Fun­ke-Zei­tun­gen. „Es braucht dafür ein effek­ti­ves Moni­to­ring, trans­pa­ren­te und ein­heit­li­che Bericht­erstat­tung.” Deutsch­land wer­de zudem ab 2025 1,5 Mil­li­ar­den Euro pro Jahr für inter­na­tio­na­le Maß­nah­men zum Erhalt der bio­lo­gi­schen Viel­falt bereit­stel­len. „Wir stel­len uns der Ver­ant­wor­tung und leis­ten einen Bei­trag”, sag­te Haßel­mann. Sie erin­ner­te auch an den natio­na­len Akti­ons­plan Natür­li­cher Kli­ma­schutz mit einem Volu­men von vier Mil­li­ar­den Euro. In den nächs­ten vier Jah­ren sol­len damit Moo­re rena­tu­riert, sta­bi­le Was­ser­haus­hal­te wie­der­her­ge­stellt und Wal­döko­sys­te­me und mari­ne Lebens­räu­me auf­ge­wer­tet werden.

Foto: Hum­mel bestäubt Son­nen­blu­me, über dts Nachrichtenagentur

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