Uni­on: Ampel inves­tiert zu wenig in Bevölkerungsschutz

Ber­lin (dts Nach­rich­ten­agen­tur) – Uni­ons­frak­ti­ons­vi­ze Andrea Lind­holz (CSU) hat der Bun­des­re­gie­rung vor dem bun­des­wei­ten Warn­tag am 8. Dezem­ber vor­ge­wor­fen, zu wenig Geld in den Bevöl­ke­rungs­schutz zu inves­tie­ren. „Die Inves­ti­tio­nen der Ampel in den Bereich War­nung wer­den der neu­en sicher­heits­po­li­ti­schen Rea­li­tät nicht im Ansatz gerecht”, sag­te sie dem „Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land”. Die Ampel habe das Sire­nen-Pro­gramm der Vor­gän­ger­re­gie­rung auf ein Drit­tel zusammengeschrumpft. 

Dabei gehö­re die War­nung der Bevöl­ke­rung zu den zen­tra­len Auf­ga­ben des Zivil­schut­zes und damit des Bun­des. „Die Vor­gän­ger­re­gie­rung hat­te noch 88 Mil­lio­nen Euro für das ers­te Sire­nen-Pro­gramm bereit­ge­stellt. Inves­ti­tio­nen in die­ser Grö­ßen­ord­nung bräuch­te es jedes Jahr”, sag­te Lind­holz. „Die Fach­leu­te sagen uns, dass in den kom­men­den 10 Jah­ren ins­ge­samt rund 1,2 Mil­li­ar­den Euro in den Aus­bau des bun­des­wei­ten Sire­nen­net­zes inves­tiert wer­den müss­ten. Wei­te­re 400 Mil­lio­nen Euro bräuch­te es, um die ande­ren Warn­mit­tel und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sys­te­me zu här­ten und zu moder­ni­sie­ren”, füg­te die CSU-Poli­ti­ke­rin hin­zu. Dem wer­de der Haus­halt von Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin Nan­cy Fae­ser (SPD) nicht gerecht. „Frau Fae­ser redet vom Neu­start im Bevöl­ke­rungs­schutz, tat­säch­lich spart sie aber nur die Initia­ti­ven ihres Amts­vor­gän­gers kaputt”, sag­te Lind­holz. In Kri­sen­zei­ten müss­ten ein­fach ande­re haus­halts­po­li­ti­sche Prio­ri­tä­ten gesetzt wer­den. „Frau Fae­ser müss­te sich als Bun­des­in­nen­mi­nis­te­rin an die Spit­ze der Bewe­gung stel­len und mit den Län­dern einen Pakt für den Bevöl­ke­rungs­schutz schmie­den, der für lang­fris­ti­ge Inves­ti­tio­nen auf allen staat­li­chen Ebe­nen sorgt”, so Lind­holz. Statt­des­sen ver­ste­cke sie sich hin­ter dem Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter, der erkenn­bar kein Inter­es­se an die­sem The­ma habe.

Foto: THW-Ein­satz­kräf­te beim Hoch­was­ser, über dts Nachrichtenagentur

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